Ulrike Mattern

Filmkritiken von Ulrike Mattern

Ein sympathischer, aber leider etwas zu sehr um Tiefsinn bemühter Spielfilm über einen Teenager im Grönland der Gegenwart, der durch eine Sozialarbeiterin und einen Robbenjäger schließlich doch noch seinen Platz in einer Dorfgemeinschaft findet
Wirbelige französische Komödie über die Schrecken der Elternschaft, welche die Liebe eines Paares stranguliert. Regisseur Rémi Bezançon erzählt von romantischen Illusionen und der Ernüchterung durch familiären Zuwachs
Solide Adaption des ersten Bandes von Kerstin Giers Romanreihe um eine Zeitreisende. Die Verfilmung glänzt mit dosierten Spezialeffekten; ihre tollen Hauptdarsteller machen Durststrecken in der Story wett
Die Verfilmung eines Romans, in der ein Teenager seinen Kampf gegen den Krebs in einem von ihm geschaffenen Comicstrip-Universum führt, traut seiner offenherzigen Buchvorlage nicht und hat am Ende nur Trostpflaster parat
Der Film schildert das Aufeinandertreffen einer Touristin, eines afrikanischen Flüchtlings und eines Polizisten am Kanarischen Inselstrand; psychologisierend, aber mit interessanten Abweichungen im Gut-Böse-Schema und mit fabelhaften Schauspielern
Harte Kost auf zwei eng verschachtelten Erzählebenen: Noomi Rapace, Hauptdarstellerin aus der »Millennium«-Trilogie, wird von ihrer Vergangenheit in einer dysfunktionalen Familie eingeholt
Geschickt erweckt dieser Spielfilm ein Bild Pieter Bruegels, »Die Kreuztragung Christi«, zum Leben: als anschauliche Vergegenwärtigung der Ikonografie des berühmten Gemäldes
Ein bedrückendes Thema in einem Beziehungsdrama aus den Niederlanden: Eine junge Frau erkrankt an Brustkrebs und ihr Mann ist von der Situation überfordert. Leider quält der Regisseur die Zuschauer mit einer ausufernden Werbeclip-Ästhetik und einer herzlosen Dramaturgie
Wehmütiger Dokumentarfilm über eine Hirtenfamilie in den transsilvanischen Karpaten, deren Lebens- und Arbeitsweise von der Moderne bedroht ist
Keiner spricht es aus, aber alle wissen es: In Chandas Heimatdorf sterben Menschen an Aids. Auch die Familie des Mädchens ist betroffen. Regisseur Oliver Schmitz bewegt sich in der deutsch-südafrikanischen Produktion »Geliebtes Leben« mit Feingefühl im Kosmos einer Zwölfjährigen in Südafrika, die versucht, das Schweigen über Aids zu brechen und ihre Familie zusammenzuhalten