John Malkovich

Als Schauspieler/in:

Eine US-Spezialeinheit muss einen Überläufer durch eine asiatische Metropole zum Flugplatz bringen – an jeder Ecke lauern Killerkommandos. »Mile 22« ist ein handwerklich solider, aber unorigineller und politisch reaktionärer Actionthriller, der in keiner Weise an die besten Filme des Gespanns Peter Berg/Mark Wahlberg heranreicht
Peter Berg inszeniert die Chronik der Ereignisse, die zur US-Ölpest 2010 führten, als überaus packenden Katastrophenfilm, bei dem die menschliche Seite nie aus dem Blick gerät – »Deepwater Horizon« ist meisterhaftes, zeitgemäßes Genrekino
Vor einer postapokalyptischen Kulisse entwirft Jonathan Levine (»50/50«) in »Warm Bodies« eine morbide Liebesgeschichte, die die Grenze zwischen Leben und Tod auf sehr eigenwillige Weise durchlässig werden lässt. Unterlegt wird das Ganze mit einem liebenswert-sarkastischen Offkommentar des untoten Ich-Erzählers und einem metaphorischen Resonanzraum, in dem über das Unvermögen, die eigenen Emotionen zu artikulieren, nachgedacht wird
Vier pensionierte ehemalige CIA-Agenten zeigen dem Nachwuchs, dass mit ihnen noch zu rechnen ist, als man sie als Mitwisser einer Intrige beseitigen will. »R.E.D.« ist eine Actionkomödie, die vom Spiel der versierten Darsteller lebt
In der beeindruckenden Verfilmung von J. M. Coetzees gleichnamigem Roman »Schande« (Disgrace) klingen hinter privaten Verfehlungen und Schicksalsschlägen die komplexen Nachwehen der Apartheid in Südafrika nach
Oszillierend zwischen Film noir, Gerichtsdrama und Psychiatriefilm rollt Clint Eastwood den realen Fall eines 1928 verschwunden Kindes auf und bereitet Angelina Jolie den Weg zu einer Oscar verdächtigen Rolle
Eine Geheimdienstkomödie um geheime Daten, die der Verheimlichung nicht wert sind: Nach dem düsteren »No Country For Old Men« zeigen die Coens sich in »Burn After Reading« wieder von ihrer heiteren Seite und George Clooney und Brad Pitt amüsieren sich dabei, Blödmänner zu verkörpern. Man muss das nicht witzig finden, aber man kann
Dümmliche Witze über vermeintliche britische Skurrilitäten in einer unoriginellen Agenten-Kömodie. Trost bietet allein John Malkovich als Möchtegern-Monarch

In der Dokumentation:

Ein Film zwischen allen Genres, der sich über klassische Musik und deren Publikum, vor allem aber über sich selbst lustig macht. Eine wunderbare Farce, die keine Huldigung betreibt und doch ein riesiges Tor öffnet, durch das vor allem junge Leute einen neuen Zugang zur alten Musik finden können

Stimme (OV) bei

Nach der "Madagascar"-Trilogie und einem erfolgreichen Ausflug ins Fernsehen, bekommen die vier Pinguine ihren ersten abendfüllenden Spielfilm. Der ist mit deutlich geringerer Zappeligkeit und nicht ganz so heißer Nadel animiert und liefert reichlich Referenzen auf Hollywoods Agententhriller der vergangenen Jahrzehnte