Frank Arnold
Filmkritiken von Frank Arnold
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Im Safari Parc von Quebec beobachtet Filmemacher Dennis Coté Tiere. Komponiert aus starren Einstellungen strahlt der Film, der auf Musik verzichtet und dessen wenige Dialoge ohne Bedeutung sind, eine meditative Ruhe aus, die den Zuschauer zum Nachdenken über sein Verhältnis zur Tierwelt einlädt und für Interpretationen jeglicher Art offen ist
Älteres Ehepaar soll für eine Woche auf ihre drei Enkelkinder aufpassen. »Die Bestimmer« ist eine familiengerechte Komödie, die durch den sarkastischen Humor von Billy Crystal gewinnt
Nach der Invasion der USA durch nordkoreanische Truppen übt sich in einer Provinzstadt eine Gruppe von Jugendlichen als Guerillakämpfer. Remake der Kalten-Kriegs-Fantasie »Die rote Flut« (1984), das die Geschichte zu einem Actionfilm verkürzt
»Jack Reacher«, die zweite Regiearbeit von Bryan Singers Drehbuchautor Christopher McQuarrie, ist ein solider Genrefilm, dessen Besonderheit die starke Präsenz ist, die Werner Herzog als geheimnisvoller Drahtzieher ausstrahlt
Ralph, der Antagonist in einem Computerspiel, will nicht länger der von allen gemiedene Außenseiter sein und sucht nach einer neuen Rolle. Der jüngste Disney-Animationsfilm »Ralph reicht's« bringt höchst unterschiedliche Spielewelten auf originelle Weise zusammen
Bei der bevorstehenden Hochzeit ihrer Kinder kommen sich ein verwitweter britischer Geschäftsmann und eine dänische Friseuse näher. Klischeehafte romantic comedy, deren Nebenfiguren allesamt karikiert sind
Graf Dracula betreibt in Transsylvanien ein abgelegenes Hotel, in dem sich Monster aller Arten erholen können. Fantasievoll gestalteter Animationsfilm mit leider dünner Geschichte, teilweise hektischem Tempo und Humor unter der Gürtellinie
Hommage an die B-Horrorfilme vergangener Zeiten: Der elfjährige Norman kann tote Menschen sehen und wird vom Außenseiter zum Retter seines Heimatortes. Origineller Stop- Motion-Animationsfilm aus dem Studio, das auch Coraline produzierte
Interviewporträt über den Filmemacher Roman Polanski, entstanden 2010, als er in der Schweiz unter Hausarrest stand. Zentrale Themen sind die biografischen Erfahrungen des Regisseurs: seine Kindheit während des Dritten Reiches im Krakauer Ghetto, die Ermordung seiner Ehefrau Sharon Tate durch die Manson-Sekte und die Anklage wegen Sex mit einer Minderjährigen 1977. Das ist informativ, bleibt aber letztlich an der Oberfläche
1971 war Dr. Seuss' gleichnamiges Kinderbuch als eine prophetische Warnung vor dem Raubbau an der Natur seiner Zeit voraus. 40 Jahre später wirkt die Kinoadaption als Animationsfilm manchmal etwas flach, findet aber durchaus eindringliche Bilder für ihr Anliegen
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Jim Cummings' 2018er Film »Thunder Road«, in dem er einen Polizisten spielte, dessen Existenz mehr und mehr aus den Fugen gerät, war eine ziemlich schräge Indie-Komödie. Auch in seinem jüngsten Film »The Beta Test« zeichnet er für Buch, Regie und Hauptrolle verantwortlich
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Auch heute folge ich dem Motto »Make it snappy!«. Meine besondere Empfehlung gilt dabei dem portugiesischen Forums'-Beitrag »Jack’s Ride« (No taxi do Jack), weil er nur ein einziges Mal vorgeführt wird, dabei ist er ein echter crowd pleaser, dem ich einen Verleih wünschen würde
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Heute gibt es noch eine weitere Chance, den geschätzten »Albatros« von Xavier Beauvois zu sehen, erstmals auf dem Programm steht der iranische Wettbewerbsfilm »Ballad of a White Cow«, in Anwesenheit von Regisseur (und Ko-Autor) Behtash Sanaeeha und Hauptdarstellerin (und Ko-Autorin) Maryam Moghaddam
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Eigentlich wollte ich heute von meinem ersten (und vermutlich einzigen) Besuch der Sonmmerberlinale berichten, aber die Vorführung von »French Exit« am Samstagabend fiel aus
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Der Film des Tages ist heute sicherlich »Courage« von Aliaksei Paluyan, der vom Kampf dreier Theaterleute gegen den belarussischen Autokraten Lukaschenko erzählt, der ja bekanntlich kürzlich eine Linienmaschine entführen ließ um eines Oppositionellen habhaft zu werden.
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Mit dem Preis für das beste Drehbuch wurde Regisseur Hong Sangsoo im März für »Introduction« ausgezeichnet, für das Festival von Cannes im Juli ist bereits ein weiterer Film des südkoreanischen Regisseurs angekündigt, eine ernsthafte Konkurrenz also für Francois Ozon, wenn es in der Fassbinder-Nachfolge darum geht, Filme in kürzesten Abständen herauszubringen
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Tag 2 der Berlinale bietet eine größere Filmauswahl, neben einer Wiederholung vom Vortag (»Glück«) auch einen Film, der im Wettbewerb keinen Preis gewann, aber bei mir bleibenden Eindruck hinterließ. Regisseur Xavier Beauvois, vor allem bekannt durch seinen Cannes-Gewinner »Von Menschen und Göttern« (2010), stellt, wie schon vor 16 Jahren in »Eine fatale Entscheidung«, einen Polizisten in den Mittelpunkt
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Heute beginnt sie nun, die erste Sommerberlinale seit der damalige Leiter Wolf Donner das Festival 1977 vom Juli in den Februar verlegte – wegen eines besseren Standings zwischen den anderen A-Festivals
Tipp
Bild für Bild: Die DVD-Premiere von »Phil Tippett – Meister der fantastischen Kreaturen«
Meldung
»Kopf/Kino. Psychische Erkrankung und Film« hieß das Thema des 25. Internationalen Bremer Symposiums zum Film, das (nach der Absage im letzten Jahr) komplett virtuell – mit bis zu 80 Teilnehmern! – stattfand



