Frank Arnold

Filmkritiken von Frank Arnold

»Jack Reacher«, die zweite Regiearbeit von Bryan Singers Drehbuchautor Christopher McQuarrie, ist ein solider Genrefilm, dessen Besonderheit die starke Präsenz ist, die Werner Herzog als geheimnisvoller Drahtzieher ausstrahlt
Ralph, der Antagonist in einem Computerspiel, will nicht länger der von allen gemiedene Außenseiter sein und sucht nach einer neuen Rolle. Der jüngste Disney-Animationsfilm »Ralph reicht's« bringt höchst unterschiedliche Spielewelten auf originelle Weise zusammen
Bei der bevorstehenden Hochzeit ihrer Kinder kommen sich ein verwitweter britischer Geschäftsmann und eine dänische Friseuse näher. Klischeehafte romantic comedy, deren Nebenfiguren allesamt karikiert sind
Graf Dracula betreibt in Transsylvanien ein abgelegenes Hotel, in dem sich Monster aller Arten erholen können. Fantasievoll gestalteter Animationsfilm mit leider dünner Geschichte, teilweise hektischem Tempo und Humor unter der Gürtellinie
Hommage an die B-Horrorfilme vergangener Zeiten: Der elfjährige Norman kann tote Menschen sehen und wird vom Außenseiter zum Retter seines Heimatortes. Origineller Stop- Motion-Animationsfilm aus dem Studio, das auch Coraline produzierte
Interviewporträt über den Filmemacher Roman Polanski, entstanden 2010, als er in der Schweiz unter Hausarrest stand. Zentrale Themen sind die biografischen Erfahrungen des Regisseurs: seine Kindheit während des Dritten Reiches im Krakauer Ghetto, die Ermordung seiner Ehefrau Sharon Tate durch die Manson-Sekte und die Anklage wegen Sex mit einer Minderjährigen 1977. Das ist informativ, bleibt aber letztlich an der Oberfläche
1971 war Dr. Seuss' gleichnamiges Kinderbuch als eine prophetische Warnung vor dem Raubbau an der Natur seiner Zeit voraus. 40 Jahre später wirkt die Kinoadaption als Animationsfilm manchmal etwas flach, findet aber durchaus eindringliche Bilder für ihr Anliegen
Ein geschwätziger Literaturagent muss erkennen, dass er mit einem Fluch belegt wurde. Er darf nur noch tausend Worte sprechen, dann muss er sterben. Vehikel für Eddie Murphy, das der ungewohnten Situation, in der sein Schnellfeuermundwerk ihm zum Verhängnis wird, anfangs einiges an Witz abgewinnt, am Ende aber einmal mehr in einer familienfreundlichen Bekehrung mündet
Sehenswerter Dokumentarfilm über die rasant anwachsende Verbreitung von Sushi auf der ganzen Welt und der damit einhergehenden Gefahr der Überfischung der Meere im Hinblick auf den Thunfisch
Das Grimmsche Märchen als Update für die Gegenwart, mit einer tapferen, selbstbewussten Heldin und einem Jäger, der zu ihrem Helfer wird. »Snow White and the Huntsman« birgt inhaltlich keine radikale Umwertung, ist aber visuell ansprechend

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Als das Kino von der Revolution erzählte: »Viva Zapata!«, »Animal Farm«, »Walker«, »Under Fire« und »Queimada« auf DVD
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Bild für Bild: Die DVD-Premiere von »Phil Tippett – Meister der fantastischen Kreaturen«
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Nur für besondere Filme: Werbeplakate im Großformat aus der DDR
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Eine ermordete Frau in der norwegischen Hauptstadt: kam die Tote aus einer anderen Zeit? Die gelungene Produktion von HBO Europe, die polizeiliche Ermittlungen mit Fantasy, Science Fiction und aktueller Gesellschaftskritik zusammenbringt, ist jetzt in der ARD-Mediathek zu sehen
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Immer noch am Bowlen: Das »Big Lebowski«-Spinoff »The Jesus Rolls« erscheint direkt auf DVD/Blu-ray
Meldung
Die Beschäftigung mit der Vergangenheit, auch der familiären, war das dominierende Thema im Panorama
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Konkurrenz für Disney? Zwei neue Bücher widmen sich der terra incognita des deutschen Animationsfilms: »Als die Comics laufen lernten« (Herma Kennel) und »Bienenstich und Hakenkreuz. Zeichentrick aus Dachau« (Rolf Giesen)
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Ein lobenswert gut ausgestattetes Mediabook des Horrorfilms »Im Banne des Dr. Monserrat« aus dem Jahr 1967 erinnert an die kurze Karriere des talentierten britischen Regisseurs Michael Reeves, dessen Werk gerade mal drei Filme umfasst
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Dieter Kosslick hat die Berlinale von 2001 bis 2019 geleitet. Beim Publikum war er erfolgreich, bei der Kritik umstritten. Jetzt hat er seine Erinnerungen vorgelegt: »Immer auf dem Teppich bleiben«
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Klassisch: Walter Hills Noir »Johnny Handsome« erscheint als Mediabook