Claudia Lenssen

Filmkritiken von Claudia Lenssen

Todd Solondz, der Meister abgründiger Geschichten über Tollhäuser der Depression und Paranoia in den amerikanischen Vorstädten, liefert mit »Wiener Dog« einen neuen Beweis bösartiger Komik – in Dackelformat
Mika Kaurismäki lässt seine Wahlheimat Brasilien für ein fulminantes historisches Biopic über die exzentrische schwedische Königin Kristina links liegen. Schönstes Set von »The Girl King« war die pittoreske Burg im finnischen Turku
Der chinesische Unternehmer Jonathan Pang und die Stadt Parchim – da wollen Hoffnungen auf regionale Entwicklung und der Glaube an die Durchsetzungskraft großer Investitionen nicht zusammenkommen. »Parchim International« ist eine tragikomische Lehrstunde über die Globalisierung
Maria Furtwängler mimt in »Das Wetter in geschlossenen Räumen« eine verwöhnte, dem Luxus verfallene Wohltätigkeitslady in Diensten des UN-Flüchtlingswerks. Das kann nicht gut ausgehen
Was die globale Entwertung mit uns und der Umwelt macht und wie sie sich in Textilfabriken auf der anderen Seite des Globus auswirkt, schaut sich der amerikanische Dokumentarfilm »The True Cost« mit unerschütterlichem Glauben an die besseren Alternativen an
Janis Joplins Blitzkarriere als Shooting Star der weißen Bluesmusik und ihr jäher Absturz in den Drogentod: Amy Bergs Dokumentarfilm »Janis: Little Girl Blue« erzählt die Legende vom Aschenputtel, das einsam blieb, noch einmal neu
Hunde und Kinder gehen immer, sagt ein offenes Geheimnis über die Erfolgsrezepte des Kinos. Kaan Müjdeci öffnet mit seinem Film über einen Kampfhund und sein elfjähriges Herrchen den Blick für die Mühen des Erwachsenwerdens in einer Männerwelt
Per Rückblende wird vom zerbrochenen Glück der Liebe von Carol (Cate Blanchett) und Therese (Rooney Mara) erzählt. Mit »Carol« nimmt sich Todd Haynes abermals das Melodrama der 50er Jahre zum Vorbild, um es mit einem aktuellen Sexualitätsdiskurs zu versehen
Danny Boyles Biopic feiert den mächtigen CEO des Apple-Konzerns als theaterreifen Schurken mit weichem Kern
Axel Ranisch, der Rosa von Praunheim und seine verwegene Großmutter zu Vorbildern hat, meidet in seinem »Trinkerdrama« die gängigen Problemfilmklischees und stellt die Sucht als Wesen aus Fleisch und Blut und besten Freund dar

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Vor nicht langer Zeit war es bankrott, das Filmstudio Babelsberg mit seiner hundertjährigen, zweifelhaften Geschichte. Jetzt blüht Leben in den umgebauten und aufgerüsteten Ateliers. Immer mehr internationale Produktionen zieht es nach Potsdam, Stars wie Cate Blanchett, Brad Pitt und Tom Cruise werfen sich hier in Plisseeröcke und Uniformen. Mit George Clooneys Monuments Men und Wes Andersons The Grand Budapest Hotel starten im Februar gleich zwei Filme »made in Babelsberg«. Claudia Lenssen wollte wissen, was das Studio so attraktiv macht