Claudia Lenssen

Filmkritiken von Claudia Lenssen

Sein dickster Fang, ein schiffbrüchiges Schwein, bringt den palästinensischen Helden in Sylvain Estibals Komödie in größte Not. Um das verbotene Tier loszuwerden, wendet er sich ausgerechnet an eine jüdische Siedlerin
Kino als politisches Statement: Mitreißend dokumentiert der deutsche Autor und Regisseur Marcus A. Vetter das schwierige Engagement für die Wiedereröffnung eines verlassenen Kinos in der palästinensischen Flüchtlingsstadt Jenin
Ausgerechnet beim Countdown zu Chloés Traumhochzeit tauchen ihre beiden Väter auf. Die freundlich überdrehte französische Komödie gibt beiden Tolpatschen, dem biologischen und dem sozialen Vater, eine Chance
Kanadische Tragikomödie über einen Lehrer aus Leidenschaft, der eine traumatisierte Schulklasse verzaubert, bei Schulleitung und Einwanderungsbehörde jedoch aneckt
Deutscher Partykolumnist (Moritz Bleibtreu) deckt Geheimdienstverschwörung in Moskau auf – so stellt sich Regisseur Dennis Gansel ein Plädoyer für Pressefreiheit in Russland vor und macht es sich damit zu einfach
Pubertätsdrama und Neonazi-Thriller: David Wnendts Debütfilm ist mehr als ein gefälliger Kommentar zur Zwickauer Terrorzelle. Halb hasserfülltes Energiebündel, halb sensible Enkeltochter probt die Protagonistin den gefährlichen Ausstieg aus der Gewalt
Drei Pionierfamilien gehen auf dem Weg nach Oregon in der Prärie verloren: hypnotischer Western von Kelly Reichardt, der den Fokus auf die Geschlechterbeziehungen legt
In zweieinhalb amüsanten Stunden führt Jörg Adolphs dokumentarische Chronik der Passionsspiele Oberammergau 2010 hinter die Kulissen eines Großereignisses, das Volksgläubigkeit, Folklore und Geschäft in sich vereinigt
In den letzten vier Tagen vor der endgültigen Kapitulation der Deutschen entbricht ein Kampf um ein Kinderheim auf Rügen: Freund und Feind beobachtet aus dem Blickwinkel eines kindlichen Nazis, der seine Lektion über den Krieg lernt: »4 Tage im Mai«
Kinderarbeit, Schweinedoping, Menschenhandel: Ein verhaltener Thriller über das Arbeitsmigrantenmilieu in Kuala Lumpur vom malaiischen Regisseur Woo Ming Jin mit einer fesselnden chinesischen Hauptdarstellerin