Bruno Ganz

Als Schauspieler/in:

Ein neues unwirtliches Kapitel der Exerzitien des Lars von Trier. Dieses Mal folgt er den Spuren eines Serienkillers, der seine hässlichen Taten als schöne Kunst zelebriert: »The House That Jack Built«
Atmosphärische, wenngleich nicht in allen Details überzeugende Adaption des gleichnamigen Seethaler-Romans mit Bruno Ganz als wundervoller Sigmund Freud: »Der Trafikant«
In strengem Schwarz-Weiß und mit schillernder Besetzung zündet Sally Potter in »The Party« die vergnüglich-bösen Funken einer Gesellschaftskomödie, die im Schnelldurchlauf Reizthemen wie die Krise des Gesundheitswesens, der Demokratie und der Banken, den Stand des Feminismus und hippe New-Age-Ablenkungen durchdekliniert
Die ambitionierte, hochkarätig besetzte Verfilmung des Romans »In Zeiten des abnehmenden Lichts« von Eugen Ruge arbeitet sich an einem relevanten Thema ab, ohne dabei auf den Punkt zu kommen
Ein an beginnender Demenz leidender Auschwitz-Überlebender zieht los, um den Mörder seiner Familie zu finden: Der kolportagehafte Plot wird veredelt durch die inszenatorische Finesse von Arthouse-Veteran Egoyan – und durch den großartigen Auftritt von Altstar Christopher Plummer
Schroff & kantig: Alain Gsponers Kinoversion über das berühmteste Mädchen der Schweiz ist alles andere als romantisierendes Familienkino vor alpiner Traumkulisse. Familiäre Konflikte und Heimweh werden hier knallhart behandelt, wie auch ein kantiger Bruno Ganz seinen Teil dazu beiträgt. Für Kinder ab 6 Jahren
Der Schweizer Dokumentarfilm »Segantini – Magie des Lichts« macht mit dem anarchistischen Querkopf und konservativen Kunstrevolutionär Giovanni Segantini bekannt und zeigt, dass hinter seinen monumentalen Alpen-Gemälden mehr steckt als ein touristisches Highlight
Ein unauffälliger Bürger will Gerechtigkeit für den Tod seines Sohnes und begibt sich auf einen mörderischen Feldzug gegen ein Gangstersyndikat. Sollten die Coen-Brüder jemals einen ihrer Noirs in Norwegen drehen, würde er wahrscheinlich wie Hans Petter Molands lakonische Rachefantasie »Einer nach dem anderen« aussehen
Michael Kohlhaas Superstar. Arnaud des Pallières hat Kleists Novelle als gewaltigen Euro- Western mit einem sinnlichen Mads Mikkelsen in der Titelrolle neu verfilmt, mit fast altmodischen Actionsequenzen, die an die Filme der 70er Jahre von Kurosawa erinnern
Ridley Scott und Cormack McCarthy sind die Architekten eines Thrillers um einen schiefgelaufenen Drogendeal, der zugleich ein Diskurs über die Fallstricke der menschlichen Existenz ist. Doch hinter der visuellen und sprachlichen Brillanz und einem imposanten Staraufgebot lauert eine innere Leere

Stimme bei:

Ein Jahr nach Jan Hafts "Das grüne Wunder – Unser Wald" geht der französische Regisseur Luc Jacquet mit dem Biologen Francis Hallé in den tropischen Urwald, um dessen Schönheiten und Ökologie zu zeigen. Das gibt tolle Bilder – und Erklärungen, die eher im Anekdotischen bleiben, statt zu überzeugen

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Blogeintrag
Berlinale-Retro: »Der sanfte Lauf« ist Haro Senfts Spielfilmdebüt; der erste Film auch von Bruno Ganz. Der zur Berlinale-Aufführung eine kleine Gedenkrede hielt
Meldung
Als einer der letzten Beiträge eines letztlich enttäuschenden Wettbewerbs stellt Atom Egoyan in Venedig seinen Film »Remember« vor, eine deutsch-kanadische Koproduktion, in der Christopher Plummer gegenüber Bruno Ganz und Jürgen Prochnow einen senilen Auschwitz-Überlebenden auf Rachefeldzug spielt