»Mir ist es egal, wenn wir als Barbaren in die Geschichte eingehen«

Eine Regisseurin inszeniert in Bukarest ein Stück über die Verstrickung Rumäniens in den Holocaust. Radu Jude (»Aferim!«) gelang ein vielschichtiger Film über Schuld und Verdrängung

Verachtung

Eine weitere Folge der Serie aus dem Sonderdezernat Q für ungelöste Fälle. Carl Mørck und sein Assistent Assad lösen routiniert und ohne Überraschungen einen alten Mordfall. Der allerdings hat brennende gesellschaftliche Relevanz

Tolkien

Die Filmbio über die Jugend von »Herr der Ringe«-Autor J.R.R. Tolkien versucht, die Schlüsselmomente seiner Inspiration aufzuzeigen, was aufgrund der schwerfälligen Inszenierung und des blassen Hauptdarstellers Nicholas Hoult nur eingeschränkt gelingt

Sunset

Eine junge Frau bewirbt sich im Budapest des Sommers 1913 auf eine Anstellung als Hutmacherin und gerät in undurchsichtige Machenschaften. Dank radikalem Stil wird das undurchsichtige Mysterydrama mit großen Hüten zur hypnotischen Reise in die Endzeit der K.-u.-k.-Herrlichkeit

Roads

»Victoria«-Regisseur Sebastian Schipper schickt einen geflüchteten Kongolesen und einen Engländer durch Europa: ein holprig geratenes Roadmovie mit einer arg pädagogischen Flüchtlingsgeschichte, das als Buddymovie dennoch gut funktioniert

Ramen Shop

Eine gelungene Hommage an das legendäre Nudelsuppengericht, in der vor der gastronomischen Kulisse Singapurs familiäre Erinnerungsarbeit betrieben wird: »Ramen Shop«

Push – Für das Grundrecht auf Wohnen

Fredrik Gerttens Dokumentarfilm »PUSH« zur globalen Wohnkrise ergänzt die aktuellen Debatten, bleibt in der konkreten Analyse aber zu oft auf halber Strecke stecken

Peter Lindbergh – Women's Stories

Statt die Biografie chronologisch abzuarbeiten, überträgt Jean-Michel Vecchiet die überbordende Lebens- und Schaffensenergie des Modefotografen Peter Lindbergh ganz direkt in seine Filmbilder

Oray

Weil er die Scheidungsformel »talaq« auf die Mailbox seiner Frau brüllt, muss der gläubige Muslim Oray drei Monate getrennt von ihr leben. Mit seinem starken Debüt gelingt Akif Büyükatalays ein sozialrealistisches Kino der Zwischentöne, fernab vom Culture-Clash- oder Problemfilm-Duktus

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