Gerhard Midding

Die Pandemie hat einige Longseller hervorgebracht. Das ist vielleicht mehr als eine subjektive Wahrnehmung. „Parasite“,„Nomadland“ und „Ich bin dein Mensch“ jedenfalls brauchten lange, um von den Spielplänen zu verschwinden; „Dune“ behauptet sich dort nach wie vor stolz. Auch die Flamme von „The French Dispatch“ ist, zumindest in Berlin und Hamburg, noch nicht ganz erloschen.

DVD-Tipp: Die Rückkehr der Werwölfe

Joe Dantes »The Howling« setzte 1981 einen Trend in Sachen bepelzter Mondanheuler, es folgte, unter anderem, »The Howling 2« im Jahr 1985. Jetzt kommt als DVD-Premiere »Werewolves Within«.

The Other Side of the River

Regisseurin Antonia Kilian hat einen offenen, intimen, aufschlussreichen und dabei erstaunlich poetischen Dokumentarfilm über eine junge Polizistin in der autonomen kurdischen Region Rojava gedreht.

Scream

Eine neuerliche Mordserie in einer kalifornischen Kleinstadt bringt Überlebende früherer Ereignisse mit heutigen Teenagern zusammen. Könnte einer von ihnen hinter der Maske des »Ghostface«-Killers stecken? Neuauflage des erfolgreichen »Scream«-Franchise von Wes Craven, die durchaus mit einigen Überraschungen aufwartet, aber letztlich ganz auf die Fans zugeschnitten ist.

Schattenstunde

Die letzten Stunden der christlich-jüdischen Familie Klepper, die sich im Dezember 1942 gemeinsam das Leben nimmt. In Szene gesetzt wird das historische Ereignis als gewagte Mischung aus Psychodrama, Horrorfilm und Kammerspiel, schwankend zwischen Abstraktion und Realismus, einnehmend und abstoßend zugleich. Im Ergebnis niederschmetternd.

Netflix: »München – Im Angesicht des Krieges«

Christian Schwochow verfilmt mit »München« den Robert-Harris-Roman über die diplomatischen Verhandlungen, die dem Begriff »Appeasement« seinen schlechten Ruf einbrachten. Ein veritabler Thriller.

Thelma (2017)

In seinem vierten Spielfilm vermengt Joachim Trier Coming-of-Age und übernatürlichen Thriller. »Thelma« entfaltet einen inszenatorisch dichten, spannenden Sog der besonderen Art und funktioniert zugleich als Allegorie aufs Erwachsenwerden.
Gerhard Midding

Während bei uns »Nightmare Alley« gerade in der offiziellen Fassung gestartet ist, läuft er in Los Angeles inzwischen schon in einer zweiten Version: in Schwarzweiß. Sie trägt den Zusatztitel »Vision in Darkness and Light«, der eine gewisse Großspurigkeit besitzt, die gut zur Hauptfigur Stanton Carlisle passt.

Around the World in 14 Films

Endlich zu sehen: Zhang Yimous »One Second« erlebte beim Berliner Festival »Around the World in 14 Films« seine Deutschlandpremiere.

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