Träume sind wie wilde Tiger

Mit schmissigen Songs und mitreißenden Choreographien verfrachtet Lars Montag ein bisschen Bollywood nach Deutschland. Dabei bedient er leider auch viele Klischees.

Noch einmal, June

In heiterem Grundton erzählt der Australier JJ Winlove von einer demenzkranken Frau, die in einer kurzen Phase der Klarheit mal eben die Familie wieder zusammenführt. Das ist teils komisch, selten tragisch, immer vorhersehbar und am Ende belanglos.

Mahendra Highway

Ein filmisches Coffee-Table-Book aus dem Nepal, das die Vielschichtigkeit des Landes auf pittoreske Landschaften und religiöse Bräuche reduziert.

King Richard

Allen Unkenrufen zum Trotz ist der American Dream nicht totzukriegen; denn wenn Richard Williams ihn nicht geträumt hätte, hätten es seine beiden Töchter Venus und Serena nicht an die Weltspitze des Tennis geschafft. Ein erfreuliches Sport-Biopic, in dem der Schauspieler in Will Smith endlich mal wieder was zu tun bekommt.

In 80 Tagen um die Welt

Jules Vernes Abenteuerroman als kindlich-überdrehter Animationsfilm um ein Seidenäffchen und einen Frosch, die gemeinsam in die Welt ziehen und dabei sich selbst finden. Ganz charmant, aber auch schnell wieder vergessen.

End of Season

Der Film folgt Vater, Mutter und Sohn einen Tag lang durch die aserbaidschanische Hauptstadt Baku. In langen, ruhigen Einstellungen erzählt er von Entfremdung und zwischenmenschlicher Kälte. Ein konsequentes, jedoch an seiner Kargheit beinahe erstickendes Langfilmdebüt.

El Fulgor

Ein schillernder Hybridfilm über junge Männer im ländlichen Argentinien zwischen Tradition und Moderne, der sich auch formal auf keinen Nenner bringen lässt und gerade dadurch fasziniert.

Der Mann, der seine Haut verkaufte

Der bewusste Verzicht auf den moralischen Zeigefinger zugunsten von Zwischentönen und eine wohldosierte Prise Humor machen Kaouther Ben Hanias Film zu einer gelungenen Satire, die von einem herrlich widerborstigen Helden getragen wird.

Das Mädchen mit den goldenen Händen

1999. Zehn Jahre nach der Wende versucht Gudrun (Corinna Harfouch) in einem kleinen ostdeutschen Städtchen den Verkauf des ehemaligen DDR-Kinderheims zu verhindern. Ein Thema, das mehr Konzentration verdient hätte.

Belfast

Eine Hommage an die irische Heimat, ein unverhohlen subjektiver Blick auf den irischen Bürgerkrieg, mit den neugierigen und unvoreingenommenen Augen eines 9jährigen Jungen. Kenneth Branagh rekapituliert sein eigenes Coming of Age auf eine so warmherzige und berührende Weise, die man ihm nie zugetraut hätte.

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