Salzgeber

Im Verleih:

Handwerklich schlichter, aber mit Herzblut gemachter Dokumentarfilm über die Veränderungen am Arbeitsmarkt, wo an die Stelle von fairen Verträgen immer öfter Leiharbeit und Freelancertum treten. Leslie Franke und Herdolor Lorenz warnen vor sozialer Schieflage und fordern einen Systemwandel zurück zu Solidarität und gemeinsamer Verantwortung
Keine Neuerfindung des Dokumentarfilms, aber sehenswert: Die möglicherweise lauteste, auf jeden Fall aber immersivste Liveband der Welt, von ihren Wurzeln im New Yorker Post-Punk-Rock der Achtziger bis heute in Interviews, Konzertausschnitten und Selbstanalysen ihres Masterminds Michael Gira
Ambitioniertes Filmprojekt, das die Aufnahme von PJ Harveys neuntem Album sowie die als Inspiration dienenden Reisen der Künstlerin in den Blick nimmt
Ein junger Mann mit Angststörung: Georg Schmidinger lässt in seinem intensiven Debüt »Nevrland« den Zuschauer die emotionalen Extremzustände seines Helden miterleben
Peter Evers erzählt in seinem Spielfilmdebüt die Geschichte einer Geschwisterliebe im Gewand eines Neo-Heimatfilms. Ihm gelingt ein subtiles Porträt der BRD-Gesellschaft, das die Kontinuitäten der Gewalt und der Ausgrenzung nach '45 aufzeigt
Das deutsche Kino tut sich oft schwer, wenn es unverkrampft junge Leute, Sex und Berlin zu inszenieren gilt. Doch Thomas Moritz Helms Debütfilm »Heute oder morgen«, die Geschichte einer modernen Sommerromanze, ist bemerkenswert glaubhaft, offenherzig und sexy
In seiner bereits vor 20 Jahren gedrehten, lang zurückgehaltenen Dokumentation »Celebration« über Yves Saint Laurent zeigt Olivier Meyrou das kapriziöse Genie als geradezu unscheinbaren Mann mit nervösen Ticks
Langeweile, Drogen, Sex, marodierte Familien und Techno: Alexander Gorchilins Regiedebüt »Acid« will das subversive Generationenporträt einer russischen Jugend sein, ist aber erzählerisch zu zerrissen, wenig dringlich und wimmelt vor konturlosen Figuren
Der französische Filmemacher Yann Gonzalez geht mit »Messer im Herz« seinen gänzlich eigenen Weg konsequent weiter. Seine Hommage an die Pariser Pornofilmszene der späten 70er Jahre ist zugleich eine wundervolle Verbeugung vor den Thrillern jener Jahre. So kann er dem Kino eine ganz besondere Magie zurückgeben
Ein Film, der anders sein will – und sich tatsächlich souverän jedem Geschmacksurteil entzieht. »Das melancholische Mädchen« ist ein extrem künstlerisches Experiment mit künstlichen Räumen und Figuren