Wieder im Kino: »Wanda« (1970)

Ab 9. April erstmals auf der großen Leinwand: Barbara Lodens einziger Spielfilm ist ein Juwel des 70er-Jahre-Kinos.

Disney+/DVD: »Predator: Badlands«

»Predator: Badlands«, der jüngste Film des Franchise, macht den bisherigen Antagonisten zum Helden.
Gerhard Midding

Es gibt Regisseure, die eine eigene Handschrift haben und andere, die sich wiederholen. Der Unterschied zwischen ihnen müsste eigentlich leicht zu bestimmen sein, ist es aber nicht. Beispielsweise war ich stets der Überzeugung, Harald Reinl gehöre der zweiten Kategorie an. Diese Einschätzung mag ein wenig undankbar erscheinen angesichts der zahllosen Unterhaltsamen Fernsehstunden, die er mir im Lauf der Jahrzehnte bescherte. Und ab heute bestünde die Chance, sich vom Gegenteil zu überzeugen..

Netflix: »Vladimir«

#MeToo, Macht, Hierarchien und eine Professorin für Creative Writing stehen im Mittelpunkt der Serie von Julia May Jonas.

It's Never Over, Jeff Buckley

Dokumentation eines Sängers, der viel zu früh starb, um der Kraft seiner Stimme auch die gebührende Beachtung zu verschaffen. Das holt der Film auf wunderbare Weise nach.

Der Magier im Kreml

Zweieinhalb Stunden sind leider zu wenig, um den Aufstieg Putins und des Putinismus durch die Augen seines enigmatischen Beraters zu erzählen. Jude Law und Paul Dano in den Hauptrollen glänzen, doch die Erzählung bleibt über weite Strecken zu flüchtig, trotz einiger messerscharfer Dialoge und teils unheimlicher Erkenntnisse über Macht und Manipulation.
Gerhard Midding

Jean Eustache war womöglich der einzige französische Filmemacher, der nicht aus dem gehobenen Bürgertum stammt. Das Arbeitsleben spielt in seinen Filmen gleichwohl nur eine untergeordnete Rolle, als ausgeschlagene Verantwortung, als der beargwöhnte Lebensrhythmus der Anderen. Die Protagonisten sind Tagediebe, deren drängendste Sorge ihre klammen Geldbörsen und schlechte Garderobe sind. Mit kleinen Betrügereien hält sich Jean-Pierre Léaud in „Le Père Noel a les yeux bleus“ (Der Weihnachtsmann hat blaue Augen, 1966) über Wasser.

Arco

Im Jahr 2075 leben die Menschen unter Glasglocken, die sie vor Feuersbrünsten schützen. Hier landet eines Tages der Junge Arco, dessen Zeitreise aus einer para­diesischen Zukunft ungeplant verlief. Von seinem Versuch, wieder nach Hause zu kommen, und von der Unterstützung durch das Mädchen Iris erzählt dieser warmherzige, von Hoffnung erfüllte Animationsfilm.

Hear Me: Our Summer

Die sensibel erzählte Liebesromanze lebt von ihrem differenzierten Blick auf das Phänomen der Gebärdensprache.
Gerhard Midding

Seinem Kino nähert man sich mit Gewinn, aber auf eigenes Risiko. Als der Kameramann Pierre Lhomme sich zum ersten Mal mit dem Regisseur traf, wurde er gewarnt: für »Die Mama und die Hure« stünden nur ein minimales Budget und ein kleines Team zur Verfügung, der Drehplan sei überaus knapp bemessen. "Das größte Problem ist jedoch", weihte ihn Jean Eustache ein, "dass es bei meinen Dreharbeiten immer einen Selbstmord gibt. Beim letzten Film war es ein Kameraassistent."

Seiten

epd Film RSS abonnieren