Eine ganz ruhige Kugel

Als sich bei einem großen Boule-Wettbewerb ausgerechnet der algerischstämmige Momo (Atmen Kelif) als Bester entpuppt, greifen seine Konkurrenten zu fiesen Tricks. Doch auch Momos Mentor (Gérard Depardieu) weiß sich zu helfen. Eine vorwiegend harmlose, in ihren unerwarteten Pointen aber auch hübsch schlitzohrige, französische Sport- und Integrationskomödie mit Depardieu als im wahrsten Sinne des Wortes raumgreifenden Nebendarsteller

Monsieur Claude und seine Töchter

Eine flott zusammengedrechselte Heirats­komödie aus dem multikulturellen Frankreich, die mit ihrem bourgeoisen Personal aber an die realen Probleme einer Einwanderungsgesellschaft wenig rührt: »Monsieur Claude und seine Töchter«

Sauacker

Tobias Müller blickt in seinem Dokumentarfilm auf den bäuerlichen Familienbetrieb als mögliches Auslaufmodell. Die Konflikte werden ohne Doku-Soap-Anflüge vor der Kamera ausgetragen und auch wenn der Film deutlich zeigt, dass eine neue EU-Schweinestallverordnung einen Betrieb in die Knie zwingen kann, hält er sich von allen agitatorischen Zwischentönen fern

Wir sind die Neuen

Ein Trio lebenslustiger Alt-68er trifft auf drei spießige Studenten: Mit Gespür für den authentischen Tonfall und die komischen Absurditäten des menschlichen Zusammenlebens prüft Ralf Westhoff in »Wir sind die Neuen« unterschiedliche Lebensentwürfe im Wandel der Zeiten

Der Schmetterlingsjäger

Der Literatur-Dokumentarist Harald Bergmann erweist sich mit seiner neuesten Arbeit erneut als Filmemacher, dem es gelingt, sich seinem biografisch-literarischen Stoff, hier: Vladimir Nabokov, auch kongenial synästhetisch anzuverwandeln und so aus alter Kunst neue, autarke Kunst zu schaffen

Nebenwege

Pilgern als generationsübergreifendes Familientherapeutikum: Michael Ammann will von den Irrungen und Wirrungen des Lebens erzählen, kann aber seinen Figuren kein richtiges Leben einhauchen

Mistaken for Strangers

Die gelungene Dokumentation des Scheiterns eines Dokumentarfilms und zugleich eine Farce über das Film- und Musikgeschäft

Wara No Tate – Die Gejagten

Nach dem Mord an seiner Enkeltochter setzt einer der reichsten Männer Japans ein hohes Kopfgeld auf den Mörder aus. »Wara No Tate« ist ein spektakulärer Actionfilm, der die moralische Frage nach dem Wert des Lebens überaus eindringlich thematisiert

Umsonst

Von der Theorie in die Wirklichkeit fällt Stephan Geenes zweiter Spielfilm, in dem die spätpubertierende Aziza sich mit Freundinnen durch ihre Nachbarschaft treiben lässt. Geene registriert mit feinen Sensoren einen gesellschaftlichen Wandel, dem sich die internationale Jugend mit hedonistischer Verweigerungshaltung zu entziehen versucht

Rico, Oskar und die Tieferschatten

Mit Preisen überhäuft, gehört Andreas Steinhöfels Roman mittlerweile zur Schullektüre. Neele Leana Vollmars mit Karoline Herfurth, David Kross und Ronald Zehrfeld sehr namhaft besetzte Verfilmung wird der Vorlage auf wunderbare Weise gerecht

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