Gerhard Midding

Die Pariser Friedhöfe halten den Besucher zur Taktlosigkeit an. Die Suche nach einem bestimmten Grab lässt sich kaum bewerkstelligen, ohne dass man über andere Grabstätten steigen muss oder ihnen zumindest pietätlos nahe tritt. Sie liegen einfach zu eng beieinander. Das wird sich in Zukunft nicht bessern, da an eine Vergrößerung ihrer Fläche im Stadtraum natürlich nicht zu denken ist und manche Neuzugänge einfach nicht abgewiesen werden können.

Gerhard Midding

Irgendwo schnappte ich vor Jahren einmal einen Satz auf, in dem eine schöne Utopie formuliert ist: Große Kunstwerke verstehen sich untereinander. Das muss für ihre Schöpfer nicht gelten. Auch wenn sie Allianzen schmieden, Freundschaften pflegen oder Seelenverwandtschaften entdecken, wollen sie sich doch abgrenzen. Das kann aus ästhetischen oder moralischen Vorbehalten heraus geschehen. Aber auch Eifersucht und Missgunst sind Triebfedern, deren Kraft man nicht unterschätzen sollte.

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In der Kirche. Da gibt’s nichts zu lachen. Oder doch? Birgit Roschy über Komödien, in denen sich die Weltreligionen streiten – und zusammenraufen

Nicht von dieser Welt

David Bowie ist ein Ausnahmekünstler, ein Pop-Phänomen – und ein Schauspieler, der in schrägen Rollen überzeugte. Der Berliner Gropius-Bau widmet ihm eine große Ausstellung

DVD-Tipp: Banshee Staffel 1

In der Kleinstadt Banshee ist nichts so wie es scheint. Ein Ex-Knacki mimt den Sheriff, das organisierte Verbrechen steuert den Alltag der Schein-Idylle hinter deren Fassade Sex, Drogen und Gewalt um sich greifen. Die Cinemax-Serie geizt dabei nicht mit expliziten Darstellungen

L'Amour

Eine junge Prostituierte trifft auf einen antriebsloser und tölpelhafter Jüngling. Die beiden begegnen sich im winterlich-eisigen Berlin und begeben sich in Philip Grönings exaltiertem Road Movie auf eine Reise über Duisburg nach Paris

"Was tut sich - im deutschen Film?"

Bei seiner Premiere 2013 gewann das streng formal inszenierten Familiendrama "Die Frau des Polizisten" als deutscher Beitrag den Großen Preis der Jury bei den Filmfestspielen in Venedig. Am 27. Juli zeigt das Deutsche Filmmuseum Frankfurt den Film ab 19:30 Uhr. Im Anschluss spricht Karsten Visarius von epd Film mit Regisseur Philip Gröning

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