W-film

Im Verleih:

Taff inszenierend und ohne Kitsch rüttelt Regisseurin Julia C. Kaiser das Langzeitpaar Hans und Anna, genannt »die Hannas«, wach und lässt beide in Affären ihre Leidenschaft neu entdecken
Geboren werden, Freunde finden, zur Schule gehen, heiraten, alt werden und sterben, das alles ist in einen Tag gepackt und von hervorragenden Darstellern gespielt: als Leben einer Eintagsfliege. Von einem mitreißenden Soundtrack amüsant kommentiert, lässt »Nur ein Tag« nicht eine Sekunde Zweifel am Glück der drei Freunde aufkommen
Mirjam Ungers Romanadaption »Maikäfer, flieg!« erzählt vom Kriegsende in Wien im Jahr 1945 und einer Welt, die aus den Fugen ist. Der Film kontrastiert schlüssig die Welt der Erwachsenen mit der der Kinder
Dokumentarfilm über das Kino »Alfred Talkies« im indischen Mumbai, wo Filme noch auf 35 mm vorgeführt werden und wo die Besitzerin, der Manager und der Plakatmaler trotz aller ökonomischen Zwänge immer weitermachen. »Original Copy« ist eine Hommage an das Kino als (Über-)Lebensmittel
»Where to, Miss?« ist ein Dokumentarfilm über ein Frauenschicksal in Indien, der in der Empathie mit der Protagonistin aber das gesellschaftliche Umfeld jenseits der Familie mit seinen kollektiven sozialen Kämpfen aus dem Blick verliert
Marxismus-Leninismus, Jahrgang 1988: Die Finnin Kirsi Liimatainen sucht in »Comrade, where are you today?« ihre ehemaligen Studienfreunde von der Jugendhochschule Wilhelm Pieck auf, um zu fragen, was aus ihren Idealen geworden ist
Gordian Maugg porträtiert den berühmten Regisseur Fritz Lang, der Ende der zwanziger Jahre nach einem neuen Stoff sucht, als einen Getriebenen. Heino Ferch in der Titelrolle ist hervorragend, von Stoisch bis Arrogant
Der Dokumentarfilm »Match Me!« zeichnet ein vielfältiges Bild moderner Beziehungs-Waisen, das den leichtfertigen Erfolgsversprechen von Datingportalen und Flirt-Apps die Langwierigkeit und Mühseligkeit des Analogen charmant und warmherzig entgegensetzt
Das lebendige Porträt des 1920 geborenen Juraprofessors Benjamin Ferencz vergegenwärtigt die Bedeutung der Nürnberger Prozesse für das heutige Völkerrecht
Dokumentarfilmer Andrei Schwartz begleitet einen nach 21 Jahren entlassenen rumänischen Häftling auf dem steinigen Weg der Resozialisierung und muss feststellen, dass Filmen stets auch Fiktionen hervorbringt