Ben Whishaw

Als Schauspieler/in:

In der nostalgieseligen Fortsetzung des Musicalklassikers um ein zauberhaftes Kindermädchen wird der einstige Kernkonflikt zwischen strengem Vater und kindlichem Freiheitsbedürfnis durch ein vergleichs­weise banales Abenteuer ersetzt: »Mary Poppins' Rückkehr«
Ein gescheiterter amerikanischer Businessman soll dem saudi-arabischen König ein Telefonkonferenzsystem andrehen. Tom Tykwers Verfilmung des Dave-Eggers-Romans »Ein Hologramm für den König« wird hier zur lauwarmen Komödie, statt mit Globalisierungskritik zu punkten
Sarah Gavron erzählt mit Carey Mulligan in der Hauptrolle vom Kampf um Frauenrechte im britischen Königreich um 1900. Zwar macht sie dankenswerterweise deutlich, wie viel Gewalt bei diesen Auseinandersetzungen im Spiel war, aber ihr Film »Suffragette« verfährt ansonsten allzusehr nach konventionellen melodramatischen Grundvorgaben
In opulenten Bildern erzählt Tom Hooper in »The Danish Girl« die reale Lebensgeschichte des skandinavischen Malers und Transgender-Pioniers Einar Wegener, den Eddie Red­mayne auf neuerlichem Oscarkurs subtil oszillieren lässt
Ron Howard verzettelt sich beim Erzählen von »Im Herzen der See«, der Vorgeschichte zu »Moby Dick«, zuerst in allzu konventionellen dramatischen Strängen, gibt dann aber zugunsten eines beeindruckend in Szene gesetzten Wals alles auf
Sam Mendes gelingt mit »Spectre« – seinem zweiten Bond – eine unterhaltsame Neuauflage, die zwischen Nostalgie und Modernisierung oszilliert
Zum 50-jährigen Bond-Jubiläum präsentiert Sam Mendes keinen strahlenden 007, sondern einen Mann in der Krise. »Skyfall« ist ein ungewöhnlicher, komplexer, spannender Bond
Die neuseeländische Regisseurin zelebriert die zarte Liebe zwischen der 17-jährigen Schneiderin Fanny Brawne und dem 23-jährigen Dichter John Keats wie ein romantisches Sonett: In einer sehr verhaltenen Erzählweise schwelgt sie in stimmungsvollen Aufnahmen und exquisiter Ausstattung
Julian Jarrolds Verfilmung von Evelyn Waughs Klassiker bietet gediegenes Historienkino, das eine Menge hübscher Schauwerte, aber wenig Emotionalität zu bieten hat
Die mysteriösen Todesumstände des 1969 gestorbenen "Rolling Stones"-Mitbegründers Brian Jones verknüpft das Regiedebüt des Produzenten Stephen Woolley geschickt mit ausgewählten Stationen der Biografie des Musikers zu einem ambivalenten Blick auf die sechziger Jahre

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