Ulrich Sonnenschein
Filmkritiken von Ulrich Sonnenschein
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Wenn Kinder gehen, werden Eltern alt. Eine etwas zu einfache Geschichte, die niemandem wehtut und niemanden aufschrecken wird. Zu schön und zu wohlgefällig ist die Welt um diese kleine Familie herum.
Einfühlsame und visuell beeindruckende Coming-of-Age-Geschichte über eine Gruppe Jugendlicher, die in den hohen Norden Norwegens gehen, um das Hundeschlittenfahren zu erlernen, und dabei auf einzigartige Weise zu sich selbst finden.
Persönliches und Öffentliches, Intimes und Perverses aus Rosa von Praunheims Gedankenwelt durchdringen einander zu einem Film zwischen erotischer Fantasie, Erzählung und Dokumentation in dem für ihn typischen rotzigen No-Budget-Stil.
In seinem hautnahen Porträt einer 38-jährigen Krebspatientin im Hospiz zeigt Regisseur Benjamin Kramme, dass es keine richtige Zeit zum Sterben gibt und man immer versuchen muss, mit dem Leben selbstbewusst abzuschließen.
Ein Liebesfilm für Kinder ist im Kino selten. Die Gefühle des zwölfjährigen Karl werden tatsächlich im Bild festgehalten und nicht zerredet. Das ist eine große Leistung.
Improvisierter Film über einen jungen Musiker, der sich weigert, eine Wohnung zu suchen, und dabei fast unter die Räder kommt. Aus einer filmischen Fingerübung wird ein spitzer Kommentar zur Wohnungsnot in Großstädten.
Doku über 16 Jazz-Musiker, die sich bei einem Improvisationsfestival, der zweiten Monheim Triennale im Sommer 2024, erstmals begegnen und zusammen musizieren. Ohne Plan, aber mit viel Elan. Hier kann man erfahren, wie Musik entsteht.
Um die Geschichte seines Vaters, des Kabarettisten Rainer Pause, zu erzählen, wird Aljoscha Pause nicht nur entwaffnend persönlich, sondern blättert auch die Geschichte des linken Widerstands in der jungen BRD auf.
Tragikomisches Porträt eines Highschool-Filmnerds. Mit einfühlsamen Bildern und einer klugen Geschichte ist dieser Film auch eine Hymne an die Alltäglichkeit.
Gefängnisdrama als pädagogisches Kammerspiel, das zwischen deutschem Rap und brutalen Knastszenen immer wieder in die Klischeefalle tappt.
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Tipp
Freundliche Hinterwäldler laden zum Besuch nach Virgin River ein. Wem »Ozark« zu hart ist und wer trotzdem ländliches Leben studieren will, für den ist »Virgin River« genau das Richtige
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Nach ihrem Karrierestart im Bond-Film »Stirb an einem anderen Tag« hat Rosamund Pike oft unzufriedene Ehefrauen gespielt. Das konnte schon mal ins Kriminell-Geheimnisvolle gehen wie in der Bestsellerverfilmung »Gone Girl«. Jetzt ist sie solo unterwegs – als Betrügerin in der Thrillerkomödie »I Care a Lot«
Tipp
In Martin Scorseses Dokuserie »Pretend It's A City« über die Kolumnistin Fran Lebowitz und ihre Heimatstadt New York, erfährt man wenig Neues über die Stadt, aber viel über die Autorin. In beide wird man sich verlieben
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Dieses Jahr war kein gewöhnliches Berlinale-Jahr. Denn ein Jubiläum und ein neues Leitungsduo, das ist schon etwas besonderes. Sollte man das nicht irgendwie merken?
Blogeintrag
Nicht nur die Filme von Abbas Kiarostami oder Jafar Panahi prägen den Ruf, den der Iran als Filmland trotz Zensur und drastischer Drangsalierung von Filmemachern immer noch hat, sondern auch die von Palais ehemaligem Mitarbeiter Mohammad Rasoulof.
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Schlicht »Days« heißt der Film von Tsai Ming-Liang der nichts weiter will, als einen begrenzten Zeitraum für das Kino zu öffnen. Dieser umfasst dabei nicht mehr als zwei Tage und eine Nacht.
Blogeintrag
Der afrikanische Drogendealer Francis in Burhan Qurbanis Version des Stoffes, der ihn für die Gegenwart tauglich machen will, wirft vor allem eine Frage auf: Warum mußte er Döblin bemühen, um das schmerzhafte Schicksal eines afrikanischen Flüchtlings zu erzählen, dem die Motive aus dem Roman der zwanziger Jahre eher im Weg stehen als nützen.
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Das wirklich feministische Kino fasziniert beide Geschlechter. In ihrem Film »Never rarely sometimes always« erzählt die Amerikanerin Eliza Hittman von zwei jungen Mädchen, die aus dem ländlichen Pennsylvania nach New York aufbrechen, um mit einer ungewollten Schwangerschaft zurechtzukommen, von der die konservative Familie nichts erfahren darf.
Blogeintrag
Das Personal in »Effacer l'historique« ist einem merkwürdig selbstverschuldeten Präkariat entnommen, das sich selbst noch als Mittelschicht wahrnimmt, aber völlig verschuldet nicht mehr davon profitieren kann.
Blogeintrag
Es ist ein Film der Gesichter. Schon die Eröffnungsszene ist eine grandiose Nahaufnahme, die viel verspricht, was der Film später einlösen wird. Stumm blicken Paula Beer als Undine und Jacob Matschenz einander an und man weiß sofort, dass hier etwas zu Ende geht. Eine Liebe stirbt und damit auch die Zukunft des Paares.





