Manfred Riepe

Manfred Riepe, geb. 1960, freier Journalist und Autor. Studierte Germanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt/Main. Seit Ende der 80er Jahre Film- und Medienkritiken für Tageszeitungen und Fachmagazine. Schwerpunktthemen: Strukturale Psychoanalyse.

Regelmäßiges Mitglied der Jury des Adolf Grimme Preises. Seit 2006 Lehraufträge über Film an der Universität Basel.

Filmkritiken von Manfred Riepe

Mit dieser furiosen Dokumentation erinnern Rachel Ramsay und James Erskine an ein Megaevent des Frauenfußballs, das aus den Geschichtsbüchern ausradiert wurde.
Im vierten Teil ihrer über dreißig Jahre sich erstreckenden Langzeitbeobachtung, zeigt Aysun Bademsoy, dass die Töchter der Fußballerinnen mit der erkämpften Freiheit der Mütter offenbar nichts anzufangen wissen.
Der atmosphärische Neo-Spätwestern kommt mit vierjähriger Verspätung ins Kino, weil es beim Dreh zum tragischen Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins kam.
Mit der Kinoversion des Computerspiels »Minecraft« schuf Jared Hess eine filmische Tapete, die einen skurrilen Charme versprüht.
Die Dokumentation zeichnet pointiert nach, wie die Staatssicherheit den DDR-Fußball zur Farce werden ließ.
Mit seinem formal ansehnlich in Schwarz-Weiß realisiertem Debüt wirft Tim Ellrich einen melancholischen, autobiografisch gefärbten Blick auf eine dysfunktionale Familie.
Mit ihrem filmischen Reisetagebuch feiern Timo Götz und Salima Oudefel die Weltoffenheit einfacher Menschen.
Mit seinem kurzweiligen Porträt tanzt Arne Körner einen dokumentarischen Walzer mit Dietrich Kuhlbrodt, einem Staatsanwalt, Schauspieler und einer Kultfigur aus den Schlingensief-Filmen.
Der theaterhaft inszenierte Disput über die letzten Dinge zwischen dem Psychoanalytiker Sigmund Freud und dem Literaturprofessor C.S. Lewis hat seine Momente.
In diesem abgründigen psychologischen Drama lässt Jaap van Heusden theologische und weltliche Motive sehenswert aufeinander prallen.

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In der warmherzigen Feelgood-Sitcom »A Man on the Inside« ermittelt Ted Danson undercover im Altersheim – und kommt dabei vor allem den vielfältigen Ausprägungen von Einsamkeit unter Senioren auf die Spur.
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In ihrem Filmessay »Witches« feiert Elizabeth Sankey die Heilkraft der Hexenkunst, die sie auf einer Fahrt durch die Kinohistorie neu entdeckt.
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Im nur teilweise überzeugenden Mystery-Thriller »Before« spielt Billy Crystal einen therapiebedürftigen Psychiater.
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Die französische Arte-Serie »Rematch« verhandelt die legendäre Niederlage Garri Kasparows gegen den IBM-Computer Deep Blue im Jahr 1997.
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