Manfred Riepe

Manfred Riepe, geb. 1960, freier Journalist und Autor. Studierte Germanistik und Theater- Film- und Fernsehwissenschaft in Frankfurt/Main. Seit Ende der 80er Jahre Film- und Medienkritiken für Tageszeitungen und Fachmagazine. Schwerpunktthemen: Strukturale Psychoanalyse.

Regelmäßiges Mitglied der Jury des Adolf Grimme Preises. Seit 2006 Lehraufträge über Film an der Universität Basel.

Filmkritiken von Manfred Riepe

Mit seinem atmosphärischen Debüt über den Tiroler Unabhängigkeitskampf macht Michael Kofler vieles richtig. Dennoch springt der Funke nicht immer über.
In seinem Heimat-Horrorthriller spart Andreas Prochaska nicht mit teils eindringlichen Gruselbildern, die allerdings Defizite im Plot nicht ganz aufwiegen.
Mit seiner Adaption des US-Bestsellers von Azar Nafisi macht der israelische Regisseur Eran Riklis den Ausschluss der Frauen aus dem öffentlichen Leben nach der iranischen Revolution nachvollziehbar.
Das zweite Sequel der »Tron«-Reihe erschöpft sich in einer ermüdenden Materialschlacht.
Die schwarze Komödie über das Jenseits als deutsche Verwaltungsbürokratie hat starke Momente, überzeugt aber nicht durchweg.
Die formal stringente Umsetzung eines frühen Stephen King-Romans macht die Schwächen der Vorlage sichtbar.
Amanda Kims filmisches Porträt wird dem »Vater der Videokunst« Nam June Paik auch ästhetisch gerecht.
Mit seinem neuen Film gelingt dem Italiener Gabriele Mainetti ein atemberaubender Genremix aus Kung-Fu-Action und interkultureller Liebesgeschichte.
In ihrem blutigen »Legacy Sequel« zum Slasher-Klassiker aus dem Jahr 1997 von Jim Gillespie setzt Regisseurin Jennifer Kaytin Robinson auf die körperliche Präsenz ihrer beiden Hauptdarstellerinnen Madelyn Cline und Chase Sui Wonders.
Die romantische Heimatkomödie mit Sigi Zimmerschied und Luise Kinseher als zwei gescheiterte Existenzen kommt nicht so recht in Schwung.

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Kein Rauch ohne Feuer: Die Serie »Smoke« erzählt von einem Brandermittler, der irgendwann Feuer gefangen hat.
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In »Murderbot« spielt Alexander Skarsgard eine KI, die sich selbst gehackt hat und durch Bingewatching zum Menschenfreund wird.
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Der Sechsteiler »Eternauta« nach einem argentinischen Kultcomic wurde zum Überraschungshit auf Netflix. Er entwirft ein etwas anderes Untergangsszenario als die üblichen Apokalypsenfilme.
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Auch in der siebten Staffel bleibt die von Charlie Brooker kreierte Tech-Noir-Serie »Black Mirror« ein interessantes und sehenswertes Science-Fiction-Spektakel.
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»Der Leopard«, die sechsteilige Neuadaption des Romans von Giuseppe Tomasi di Lampedusa mit Kim Rossi Stuart in der Titelrolle kann sich sehen lassen, bleibt aber hinter Viscontis Version zurück.
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Robert De Niro spielt im prominent besetzten Politthriller »Zero Day« einen Ex-Präsidenten, der mit viel Machtfülle ausgestattet die Hintergründe eines Attentats untersuchen soll.
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Mit Witz und guten Darstellern fächert Jan Schomburgs achtteilige Serie »Die Affäre Cum-Ex« die perfide Betrugsmasche auf, bei der eine Reihe von europäischen Staaten um Milliardenbeträge geprellt wurde.
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Thomas Vinterberg spielt in »Families Like Ours« mit der Umdrehung der Migrationsströme: Was, wenn auf einmal alle Dänen zu Flüchtenden werden, weil ihre schöne Halbinsel im Zuge des Klimawandels überflutet wird?
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In der zweite Staffel des Netflix-Überraschungserfolgs »Squid Game« von 2022 kehrt Spieler 456 ins gefährliche Spiel zurück – mit der Absicht, dem Ganzen ein Ende zu setzen.