Laura Linney

Als Schauspieler/in:

Zwei Elternpaare treffen sich in einem Nobelrestaurant, um die Konsequenzen eines Verbrechens zu besprechen, das ihre halbwüchsigen Söhne begangen haben. »The Dinner« ist die großartig gespielte Adaption von Herman Kochs Roman »Angerichtet«. Regisseur Oren Overman macht daraus ein finsteres, vertracktes, kompliziert verschachteltes Kammerspiel
Das sogenannte Wunder auf dem Hudson wird in Clint Eastwoods Verfilmung »Sully« zur ur­amerikanischen Geschichte eines Helden, der sich gegen Bürokraten durchsetzen muss, vom Volk aber gleich erkannt wird. Auch Tom Hanks kann da nur wenige Nuancen dazutun
In Wirklichkeit waren es sogar mehr als tausend Seiten, die Lektor Max Perkins (Colin Firth) aus den Manuskripten von Thomas Wolfe (Jude Law) herauskürzen musste. Und ihr Verhältnis hatte mehr Facetten, als in »Genius« übriggeblieben sind
Was passiert mit der Legende, wenn sie altert? Und was, wenn sie sich in Demenz auflöst? Diese Fragen stellt sich Bill Condon in seinem sympathisch verstörenden Film
WikiLeaks nun im Spielfilmformat. Bill Condon setzt in »Inside WikiLeaks« auf eine angestrengt coole Optik und versucht durch hektische Schnittfolgen visuell eine Dynamik zu erzeugen, die sich auf der Erzählebene nicht herstellen will
Große Politik und niedere Instinkte im Juni 1939, eine geheime Affäre von Franklin D. Roosevelt und ein Picknick mit Hot Dogs als Prüfstein für die britisch-amerikanischen Beziehungen: Was eine spritzige Comedy of Manners sein könnte, versandet unter der Regie von Roger Mitchell spannungslos im weitgehend belanglosen Geplänkel
Die Dreiecksgeschichte mit der Behäbigkeit zu inszenieren, mit der man sonst Schnitzler und Zweig fürs Fernsehen adaptiert, ist ein naheliegender, aber wenig fruchtbarer Impuls. Der Taumel der Leidenschaft bleibt wohltemperiert, denn Richard Eyres Film »Der Andere« weiß ein wenig zu genau, worauf er hinauswill, und wächst selten über das holprige Drehbuch hinaus
Auf den Spuren des »Exorzisten«, aber mit neuer Pointe und vergleichsweise klassisch in den Mitteln entfaltet »Emily Rose« die Geschichte einer tödlichen Teufelsaustreibung. Ein herausfordernder, eher metaphorischer als expliziter Horrorfilm

Stimme bei:

Arthur, der tollpatschige jüngere Sohn des Weihnachtsmannes, rettet das Fest, als er persönlich ein vergessenes Geschenk ausliefert. Animationsfilm, der hinter seinem gelegentlich atemlosen Tempo auch ein selbstreflexives Moment aufscheinen lässt