déjà-vu film

Im Verleih:

Eine belarussische Studentin nimmt die illegalen Geschäfte ihres Vaters wieder auf und schmuggelt Material aus der Sperrzone von Tschernobyl. In Lothar Herzogs eigenwilligem Debüt wird der kontaminierte Wald zwischen Belarus und der Ukraine zum ambivalenten Sehnsuchtsort und Spiegel für gesellschaftliche und persönliche Traumata
Die Leipziger Filmemacherin Barbara Wallbraun versammelt biografisches Material zum lesbischen Leben in der DDR der 1960er bis 80er: Ein wichtiges Stück Oral History zu privater Hypokrisie, staatlicher Repression und aufmüpfigem Eigensinn
In ihrem Debüt folgt Melanie Waelde einer Clique kurz vor dem Abitur. Liebe, Abschiedsschmerz, Selbstfindung: Coming-of-Age als animalische Implosion in einem Film, der mehr Gefühl ist als Geschichte
24 Stunden aus dem Leben von sechs Berliner:innen: Wunderbar unverbraucht und unpädagogisch fängt Simona Kostova das Lebensgefühl der Anfangdreißiger ein
In seiner formale Vielfalt zeigt Anna Hepps Dokumentation »800 Mal einsam« über die filmische Ästhetik von Edgar Reitz weit mehr als nur die Ansichten eines Mitbegründers des neuen deutschen Kinos
Der irische Meister der ernsthaften Feel-Good-Doku Ken Wardrop generiert aus der Rehabilitation der privaten Klavierstunde eine von Empathie getragene Würdigung der Musik im Allgemeinen und ihres gemeinsamen Studiums im Besonderen
Ein satirischer Streifzug durch verschiedene Stationen eines hyper-patriarchalen Italien, der auch gut als Vergrößerungsglas auf die Geschlechterverhälnisse anderswo in Europa funktioniert: »Dicktatorship«
Ein dokumentarischer Essayfilm über indigene Gemeinschaften in Nordkolumbien, der klug und eindringlich Kolonialgeschichte, Naturschönheit, ökologische Wachsamkeit und soziales Handeln zusammenbringt: »Thinking like a Mountain«
Der Debütlangfilm von Cyril Schäublin ist die vielfältig überzeugende satirisch-allegorische Auseinandersetzung mit einer auf allen Ebenen von gestörter Kommunikation dominierten Welt
Weil er die Scheidungsformel »talaq« auf die Mailbox seiner Frau brüllt, muss der gläubige Muslim Oray drei Monate getrennt von ihr leben. Mit seinem starken Debüt gelingt Akif Büyükatalays ein sozialrealistisches Kino der Zwischentöne, fernab vom Culture-Clash- oder Problemfilm-Duktus