Barbara Schweizerhof

Filmkritiken von Barbara Schweizerhof

Der Dokumentarfilm erzählt anschaulich vom geheimen Sichten westlicher Filme im Rumänien der 80er Jahre und stellt die Frage, welchen Einfluss die Videokassettenkultur auf die Wende 1989 gehabt haben mag
Humorvolle, originelle und in ihrem emotionalen Reichtum überraschende Mischung aus Krebsfilm, Coming-of-age-Drama und Hommage an die Cinephilen dieser Welt
Johnny Depp spielt einen legendären Bostoner Gangster und unterstreicht als blauäugiger Verbrecher mit blondem Haarkranz seine Oscarambitionen. Die flache Mafia­chronik nach realen Vorbildern bietet ihm aber zu wenig Gelegenheit, zu überzeugen. Statt seiner spielt sich Joel Edgerton in den Vordergrund
Das knallbonbonbunte Fantasiespektakel rührt unter Gelächter zu Tränen und belegt in bestechender Logik, dass Traurigkeit für die Psyche ebenso wichtig ist wie Frohsinn
Giuseppe Piccionis neuer Film beeindruckt einmal mehr durch unspektakuläre Inszenierung alltäglicher, aber menschlich sehr nachvollziehbarer Geschichten
Die Interview-Collage von Saskia Walker und Ralf Hechelmann ist von erfrischender Ehrlichkeit, trotzdem nie peinlich und dabei angenehm undogmatisch. Außerdem bietet der Essayfilm eine wichtige Anregung zum Überdenken mancher Gewissheiten
Stil und Atmosphäre statt Action: Guy Ritchies nostalgischer Spionage-Thriller kommt so kapriziös, launig und atmosphärisch daher wie ein Konzept-Album aus den späten 60er Jahren
Dokumentarfilmer Andrei Schwartz begleitet einen nach 21 Jahren entlassenen rumänischen Häftling auf dem steinigen Weg der Resozialisierung und muss feststellen, dass Filmen stets auch Fiktionen hervorbringt
Einerseits Groteske auf Geniekult und Musikgeschäft, andererseits melancholisch-lakonisches Drama über Selbstmord und psychische Krankheiten. Zwischendurch ist man bei »Frank« ratlos
Die amerikanische Highschool-Komödie und ihr Erfindungsreichtum, was griffige Abkürzungen für soziologisch hochkomplexe Phänomene angeht: Diesmal geht es um das Konzept der »designierten hässlichen Freundin«

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Das Filmfest von Cannes ging zu Ende mit einer Goldene Palme für »The Square« aus Schweden, einem Schauspielerpreis für Diane Kruger in ihrem ersten deutschen Film und mit dem erst zweiten Regie-Preis für eine Frau in der Geschichte des Festivals
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Das 70. Filmfestival in Cannes kommt zum Ende: Fatih Akin spaltet mit seinem neuen Werk »Aus dem Nichts« das Publikum und schließt damit einen Jahrgang der zwiespältig aufgenommen Filme ab
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Das Filmfestival in Cannes zeigt mit einer Schweigeminute Solidarität für die Opfer des Manchester-Attentats. Ansonsten folgt es dem Motto »the show must go on«: In gleich zwei Filmen spielen sich Nicole Kidman und Colin Farrell an die Wand
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Michael Haneke stellte seinen neuen Film »Happy End« in Cannes vor, mit dem er als erster Regisseur die dritte Goldene Palme bekommen könnte. Die »Meyerowitz Stories« des Amerikaners Noah Baumbach liefern den perfekten Kontrast dazu
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Das 70. Filmfestival in Cannes nimmt Fahrt auf mit Filmen über historische und zukünftige Protestbewegungen, über Jean-Luc Godard und einem bissigen, kleinen Film aus Schweden, der den bislang besten Kommentar zu Trump und seinen Folgen liefert
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Die deutsche Regisseurin Valeska Grisebach feiert mit »Western« einen ersten Erfolg in Cannes, während der Wettbewerb mit ersten Enttäuschungen und einem ersten Palmen-Kandidaten aufwartet
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Zum Filmfestivalauftakt streiten sich in Cannes die Juroren über die Bedeutung von Netflix für das Kino. Der Eröffnungsfilm enttäuscht und Vanessa Redgrace zeigt als Regiedebüt ein Plädoyer dafür, Flüchtlingen zu helfen
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Die Berlinale geht zu Ende: Am Samstag werden die Bären verliehen. Das Rennen erscheint offen. Ein Favorit der Kritiker ist Kaurismäkis »The Other Side of Hope«
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Die Filme der Berlinale 2017 sind bislang eher Nebensache, von Höhepunkten wie Danny Boyles »T2 Trainspotting« oder Sam Gabarskis »Es war einmal in Deutschland« abgesehen. Viel beachtet wird indessen Richard Gere mit Kommentaren zum US-Präsidenten
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73. Filmfestival Venedig: Von Schwarz-Weiß über 3D bis zu Virtual Reality – das Kino zeigte sich dieses Jahr am Lido in nie dagwesener Vielfalt der Formen, Farben und Genres. Ob das ein Anzeichen von Freiheit oder von Beliebigkeit ist, muss sich erst noch herausstellen