Anke Sterneborg
Filmkritiken von Anke Sterneborg
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In dem würdigen Nachfolger seines Regiedebüts »Chiko« legt Özgür Yildirim die Netze eines weitläufigen Dramas um Familie, Freundschaft und das schnelle Geld im Frankfurter Gangster- und Drogenmilieu aus, um sie dann immer enger zuzuziehen: »Nur Gott kann mich richten«
Der erste englischsprachige Film von Margarethe von Trotta will eine Screwballkomödie über zwei verlassene Frauen in einem New Yorker Loft sein und ist doch nur ein umständlich konstruierter Zickenkrieg: »Forget about Nick«
Nils Laupert rollt eine siebenjährige Beziehung von ihrem Ende beim Auflösen der gemeinsamen Wohnung auf. Dabei hilft der natürliche Charme von Sylvia Hoeks und Fahri Yardim in »Whatever Happens« über so manche Klippe der schwerfälligen Konstruktion hinweg
Inhaltlich unentschieden zwischen Überlebensdrama, Romanze und dem Neuanfang danach, bezieht »Zwischen zwei Leben« seine Kraft aus der harschen Schönheit verschneiter Landschaften und dem Charisma seiner beiden Hauptdarsteller Kate Winslet und Idris Elba
Charmant rotzige Coming-of-Age-Geschichte eines weißen, übergewichtigen Mädchens aus New Jersey, das sich als »Patti Cake$« zusammen mit zwei Underdog-Kumpels gegen alle Widrigkeiten in der schwarzen Rap-Welt behaupten will
Die Rekapitulation des legendären Geschlechterwettkampfs auf dem Tennisplatz lebt von der Mischung aus schrägem Humor, liebevoller Milieuzeichnung und feinem Gespür für die Absurdität zwischenmenschlicher Beziehungen: »Battle of the Sexes«
Nach »Philomena« arbeitet Judi Dench in »Victoria & Abdul« zum zweiten Mal mit Stephen Frears zusammen und glänzt nach John Maddens »Ihre Majestät Mrs. Brown« erneut als Queen Victoria, die durch einen Bediensteten zu rebellischer Lebenslust findet. Allein es fehlt der Biss, der diese liebenswerte Geschichte zu mehr als einer nebensächlich amüsanten Episode machten könnte
Zum dritten Mal nach »Requiem for a Dream« und »Black Swan« versetzt sich Darren Aronofsky in die verstörend subjektive Perspektive einer Frau. Doch was auf hypnotische Weise mit subtilen Irritationen beginnt, mündet am Ende in ein überspanntes Orgien-und Mysterientheater: »Mother!«
Das Glück und die Freiheit, aber auch den Schmerz und die Scham einer wild anarchischen Aussteigerkindheit fängt Destin Daniel Cretton mit grandiosen Schauspielern in allen Widersprüchen ebenso wahrhaftig wie unsentimental ein: »Schloss aus Glas«
Philippe de Chauveron konfrontiert nach »Monsieur Claude und seine Töchter« in »Hereinspaziert!« erneut Franzosen mit ihrem alltäglichen Rassismus und setzt dabei vor allem auf den gemeinsamen Nenner lauwarmer Klischees
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Zu Beginn seiner Karriere kümmerte er sich um einen Schäferhund, Kommissar Rex genannt, später spielte er Opportunisten und Patriarchen: In diesem Monat brilliert der österreichische Schauspieler Tobias Moretti in der Siegfried-Lenz-Verfilmung »Deutschstunde«
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Angefangen hat er als Schauspieler. Jetzt produziert er auch und führt Regie. Vielleicht gibt es ein paar Oscars für »A Star Is Born«. Bis dahin ist Bradley Cooper in Clint Eastwoods »The Mule« zu sehen
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