Kritik zu Amrum

© Warner Bros. Pictures

Ungewohnt leise verarbeitet Fatih Akin die Kindheits­erinnerungen seines Freundes Hark Bohm und erzählt vom Ende des 2. Weltkriegs auf der Nordseeinsel Amrum

Bewertung: 4
Leserbewertung
4
4 (Stimmen: 1)

Dazugehören oder nicht beziehungsweise zu welchen Bedingungen, das ist ein stetiges Thema in den Filmen von Fatih Akin. Immer wieder hat der türkisch-deutsche Regisseur die Erfahrung von Immigranten erforscht, die er selbst in Hamburg als Sohn türkischer Einwanderer erlebt hat. Auch Nanning (Jasper Billerbeck), der kleine Held seines neuesten Films, wird kurz vor Kriegsende von den Amrumer Inselbewohnern als »Festländer« beschimpft, auf gleicher Ebene mit den Geflüchteten aus Schlesien und Ostpreußen, die gerade scharenweise vor den Russen fliehen. Dass seine Familie über neun Generationen in der Inselgeschichte und der Tradition der Walfänger verwurzelt ist, interessiert da keinen. 

Nannings hochschwangere Mutter (Laura Tonke) und seine zwei Geschwister sind vor dem Chaos des Krieges von Hamburg auf die Insel geflohen. Auf Amrum scheint der Krieg in weiter Ferne, die Idylle der Insel ist weitgehend unberührt davon, mal abgesehen von der Leiche eines Soldaten, die Nanning bei der Suche nach Treibholz am Strand findet. Und die Nahrung ist auch hier knapp, es gibt zwar die Kartoffeln, die die Bäuerin Tessa (Diane Kruger) auf ihrem Acker erntet. Aber die Hühner legen ihre letzten Eier, weil es keine Körner mehr gibt, um sie zu füttern, und die Bienen produzieren keinen Honig, weil Zuckerersatz Mangelware ist. 

»Amrum« ist eine Coming-of-Age-Story, wie sie Fatih Akin schon öfters erzählt hat, zuletzt in »Tschick«. Es ist eine zugleich einfache und tiefgründig vielschichtige Geschichte von einem Jungen, der seiner Mutter den Wunsch nach einem Weißbrot mit Butter und Honig erfüllen will, und dafür in den Tagen um die Kapitulation keine Mühen scheut. Hier kann er ein bisschen Weizenmehl ergattern, dort von den Gänsen die Eier klauen, um sich die Dienste des Bäckers zu sichern, hier Zucker erbeuten, als Ersatz für den Bienenhonig. Die Butter, die ihm eigentlich schon sicher war, rückt jedoch in weite Ferne, weil Tessa ihn zu Unrecht für einen Spitzel hält. 

Es ist schwer für einen zwölfjährigen Jungen, sich in diesen Tagen vor und nach der Kapitulation einen Weg durchs Dickicht von Nazi-Propaganda, Schweigen, Verschleierung und Lügen zu bahnen. Dieses Ringen um eine Wahrheit im Chaos der widersprüchlichen Eindrücke und Erzählungen spiegelt sich im wachsam prüfenden, immer ein bisschen vorsichtigen und misstrauischen Blick des jungen Darstellers Jasper Billerbeck, der hier sein Schauspieldebüt gibt, neben großen Stars wie Diane Kruger oder Matthias Schweighöfer mit kleinen Parts. 

Und neben Laura Tonke in einer undankbaren Rolle, die sie so bravourös meistert, wie gerade schon die Alkoholikerin in »22 Bahnen«. Sie sorgt dafür, dass diese Löwenmutter nie zum Klischee wird, obwohl sie eine verbissen uneinsichtige Nationalsozialistin ist, die ihren Ältesten inquisitorisch verhört, um herauszufinden, wer denn gesagt habe, dass der Krieg bald zu Ende sei: »Wer unseren Soldaten in den Rücken fällt, muss schwer bestraft werden, damit andere, die das auch tun wollen, sich das gut überlegen«, fordert sie. Noch nachts und kurz vor der Geburt läuft sie geschäftig los, um den Hochverrat zu melden. Die Nachricht von Hitlers Selbstmord stürzt sie in Depressionen; sie sorgt sich darum, in welcher Welt ihr Neugeborenes nun aufwachsen muss, als die meisten Inselbewohner schon tanzend das Kriegsende feiern.

All das erzählt Fatih Akin ungewohnt leise und behutsam, aber auch sehr präzise, ganz ohne den ungestümen Drive, der durch die meisten seiner Filme pulsiert. Das hat damit zu tun, dass er sich hier in die Kindheit seines Freundes und Mentors Hark Bohm einfühlt und zugleich die Gegenwart in Deutschland mit der erstarkenden AfD mitschwingen lässt. Die langen Einstellungen lassen dabei viel Luft für die Naturschönheit Amrums, aber auch für die Dunkelheit, die in den Häusern herrscht. »Ein Hark-Bohm-Film von Fatih Akin«, so wird »Amrum« im Vorspann betitelt. Denn Akin hat den Freund, Mentor und Co-Autor von »Aus dem Nichts« und »Tschick« dazu angestiftet, etwas Ähnliches mit seiner Kindheit zu versuchen, wie unter anderen Steven Spielberg in »The Fabelmans« und Alfonso Cuarón in »Roma«: ein Fenster aufzustoßen zur Familiengeschichte. Als der 86-jährige Hark Bohm zu schwach wurde, um selbst Regie zu führen, hat Akin freundschaftlich übernommen, und letztlich wohl selbst einiges erfahren, über das Land, das Teil seiner doppelten Heimat ist.

Meinung zum Thema

Kommentare

Wir, mein Mann und ich, haben uns heute den Film "AMRUM" im Kino angeschaut.
Es ist einfach ein Meisterwerk, wie Fathi Akin diese Thematik filmisch umgesetzt hat. Da stimmt eben alles. Ich habe mich so mitgenommen gefühlt, dass ich in einer anderen Welt war, aber irgendwie doch in der Realität.
Der Film ist sehr berührend und man versteht in jeder Situation,
was in den Protagonisten vor sich geht.
Sehr emotional auch die letzte Einstellung des Filmes mit
Hark Bohm.
Danke, danke für dieses außergewöhnliche Kinoerlebnis.
Monika und Axel Hilker

Anstrengend, langweilig, schon mal da gewesen
Kino nach 3/4 des Films verlassen

Eine persönliche Geschichte von Hark Bohm wird maßlos überhöht filmisch betrachtet. Eine Prise von allem und schon ist ein storytelling fertig? Den Trip hätte sich Akim bestens sparen können.

Eher eine Inhaltsangabe. Ich habe die Rezension aufgerufen um mehr über den Film zu erfahren. Zum Inhalt wusste ich schon genug.

Und der Bezug zur AfD ist eine Verharmlosung des historischen NS.

Ein trostloser Film. Was gibt es schlimmeres, als als Kind einer depressiven Nazi-Mutter aufzuwachsen? Das bringt der Film präzise rüber. Als Hark-Bohm-Fan reizt mich besonders der autobiographische Hintergrund des Films, den die letzte Sequenz andeutet. Die eindrucksvollen Tieraufnahmen bleiben aber genauso ein Fremdkörper wie die Schlussszene. Mit den Tieraufnahmen sollte wohl der Schönheit der Insel gehuldigt werden - ein Versprechen, mit dem man die Besucher ins Kino gelockt hat. Mit der Handlung haben sie aber rein gar nichts zu tun. Und bei der Schlussszene kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die Filmemacher festgestellt haben, wie trostlos der Film ist und erkannten: So kann man die Kinobesucher nicht nach Hause gehen lassen. Also hängen wir noch den Hauch einer Romanze dran.

Meine Idee dazu: Ich glaube, es geht hier nicht darum, dass Akin eine Romanze andeuten wollte. Die Reaktion des Mädchens schien mir eher als eine Zeichen der Dankbarkeit und gleichzeitig das der angebotenen Versöhnung zwischen zwei, sich vorher bekriegenden Fremden zu sein, weil Nanning wahrscheinlich ihrem Bruder das Leben gerettet hatte. Die Szene soll zeigen, welches Verhalten menschlich ist und Menschen miteinander verbindet statt auszugrenzen oder gar zu töten wie es in der NS-Zeit so unglaublich normal war und gerade sich in der Jetztzeit wieder zunimmt. Herausfordernd ist für mich eher, dass Traumatisierungen so lange und über Generationen hinweg weitergegeben und durch politische, gesellschaftliche Entwicklungen wieder möglich werden.

Der Film ist gelungen. Das Buch die Lebenserinnerungen eines Insulaners wurden gut ins Bild gesetzt. Durch Kreuzungen der Handlung, wurde der Film politisch entschärft. Der SS-Vater in Handschellen wäre ein starkes Bild gewesen. Es ist spürbar der Herr Filmemacher wollte nicht anecken.

Die Geschichte des Jungen Nanning, seine Verzweifelung und sein Reifen war sehr gut dargestellt. Die Härte und Herzlosigkeit wird ihn sein Leben begleiten - wie schön gezeigt, hat er die Mitmenschlichkeit nicht verloren, indem er den Aussiedler vor dem Ertrinken rettet.
Die bemühte Amrumidylle soll wohl die touristisch interessierten Inselfans in die Kinos locken .. wirkt eher wie ein Musumsdorf mit teils falschen Details: auf diese Weise kann man keine Wildkaninchen fangen und auch nicht töten.
Immerhin ist es sinnvoll, ein gutes Messer dabei zu haben, was ja heute allgemein nicht gern gesehen wird.
Danke Hark Bohm für deine Geschichte

Ein sehr intensiver und einfühlsamer Film.
Während der Vorstellung im Kino spürte man wie gefangen und mitgenommen die Gäste im Kino waren. Für mich , einer der besten Filme seit langem. Danke an Fatih Akin

Ein toller und einfühlsamer Film. Klasse Darsteller.

Ein sehr trostloser Film!
Der Junge hat sehr gut gespielt, Hut ab! Aber diese kargen Dialoge, die ich oft gar nicht verstanden habe, dazu die düsteren Zimmer und mürrischen Leute haben mich sehr runtergezogen. Nannings Mutter hat sich nie bedankt und hat ihren Sohn, der sogar sein Leben riskiert hat, um ihr eine Freude zu machen, nie gelobt. Weinen durfte er auch nicht, er sollte „ein Mann“ sein!
Der Film hat mich sehr aufgewühlt und enttäuscht.

Der Film ist mehr als eine nach gespielte Biographie. Er zeigt mir sehr viel Gefühl die Zerrissenheit, die Verbissenheit des Festhaltens, die Hoffnungen, aber auch die Brutalität. Nicht nur der Anblick des toten Soldaten, der Hunger, die Vertriebenen, auch die Mitschuld der eigenen Eltern oder der Selbstmord eines treuen Nationalsozialisten.

Der Film zeigt daneben auch wunderschöne Naturaufnahmen, die zwar ambivalent anmuten, aber ein sehr gutes Metapher für die Schönheit des Lebens sind.

Der Protagonist spielt sehr überzeugend, eine großartige Leistung für einen so jungen Menschen. Auch die anderen spielen sehr gut.

Besonders gefiel mir die Stille des Films. Sie lässt Raum für eigene Gedanken und verleiht dem Film neben Melancholie auch Frieden.

Hut ab für einen sehr persönlichen, stimmungsvollen und gelungenen Film!

Ein Junge der verzweifelt versucht, seiner depressiven Mutter was gutes zu tun, Essen zu beschaffen, dadurch die unnötig brutalen Tierszenen, halbtote Gänsekücken im Ei, zwei Hasen werden totgeschlagen und dann aufgeschlitzt dass die Gedärme zu sehen sind, eine Robbe wird friedlich angelockt von einem Jungen der nichts böses ahnt , dann erschossen wird. Diese Szenen waren grausam und hätte man auch nicht so zeigen müssen, sorry.
Wenn ich das vorher gewusst hätte, wäre ich nicht in den Film und meine Begleitung ebenso, sie empfand es genauso.

Wie es zu der Zeit war , Menschen vor dem Pflug , alles was in der Natur wuchs u Essbar war wurde gebraucht , macht sich heute keiner Gedanken mehr .Flüchtlinge waren Eindringlinge , die dann später Freunde wurden , sehr guter Film.

Ich finde es eine Frechheit, die AfD mit der menschenverachtenden NSDAP gleichzusetzen.
Da wollte mal wieder jemand eine politisch korrekte Rezension abgeben.

Ein sehr schöner und einfühlsamer Film. Zeigt sehr gut die Zerrissenheit der Menschen und die Nöte am Ende des Krieges.
Die fanatische Mutter und ihre harte Beziehung zu ihrem so lieben Sohn, der mehr als kühler Empfang der Ostdeutsche Flüchtlingen, alles Themen, die man den Jugendlichen unbedingt zeigen müsste. Weil das heute wieder so aktuell wird..
.Und dazu die tollen Aufnahmen der Insel .
Ich habe diesen Film geliebt und werde den weiter empfehlen.

Die Bilderwelt des Films ist beeindruckend und bleibt unvergessen.Die offenbar mit autobiographischen Inhalten gestaltete Handlung ist dagegen eher etwas schablonenhaft.
Der Mikrokosmos auf der Insel verdichtet gut das alltägliche Geschehen im Deutschland vor Kriegsende.Die kurzen teils friesischen Dialoge mit Untertiteln schaffen dem Betrachter eine kurzfristige Distanz.
Die Dialoge sind sehr gut.In der Gesamtsicht ein guter Film.

Also, die Vogel-Paarung - hier: Großaufnahme 2 Möven von der Seite - ist ja wohl die schwierigste und komplizierteste Stellung im gesamten Tierreich. Von den menschlichen Darstellern im Film war leider nichts ähnliches zu sehen. Die Kruger war immer miserabel angezogen und bis oben zugeknöpft.

Es waren Austernfischer :-)

Ein fantastischer Film
Ging für mich gleich durch die Decke als die Amrumer tatsächlich ihr Inselfriesisch sprechen.
Ich musste gleich an "Der mit dem Wolf tanzt denken
(Bün ok'n platdütschen von lütt up an )
"Nanning spielt grossartig.Sein Gesicht in der Robbenszene....
Und alles kommt vor was mich ausmacht
Meine Nazigrosseltern ,meine westpreussische Mami
Die genauso in Schleswig Holstein scheisse von der Dorfjugend empfangen wurde
Mein Messer und was ich alles damit machten konnte.
Schlachten um erwachsen zu werden
Na ja.Wildkaninchen fangen geht anders,seih's verziehen
Ein toller Blickwinkel. Wie er wieder Kind wurde in der Heulszene,phantastisch ..um anschliessend seinem Bruder die Fresse zu polieren.Uberhaupt...die ganze Honigbrotgeschchte und das mühsamme zusammenstoppeln der Zutaten
Wie meine Oma immer erzählt hat
Der Nachkriegsjazz, als Symbol der Freiheit,meine Tante
ist drin voll aufgegangen
Und,und,und.
Danke.Für mich best Film ever

Auf leisen Sohlen und kurzweilig wird gezeigt wie unendlich anders und doch erschreckend ähnlich die gezeigte Zeit zur heutigen steht.
Der Film hat mich mitgenommen und zum Nachdenken angeregt.
Kompliment ans ganze Team !

Kritik am Film "Amrum" - was kaum einem aufgefallen ist :
"........Hark Bohm erzählt eng an seinen autobiographischen Erinnerungen entlang, das spürt man. Es geht um seine Kindheit - nur ist der Protagonist "Nanning" im Film schon zwölf Jahre alt und damit sechs Jahre älter als Bohm es 1945 tatsächlich war ! ......" Damit wird die ganze Geschichte unglaubwürdig, denn ein Sechsjähriger hat nicht das gleiche Verhalten, nicht den gleichen Intellekt und nicht die gleichen körperlichen Möglichkeiten wie ein Zwölfjähriger !

Es geht Bohm und Akin wahrscheinlich nicht um autobiographische Echtheit sondern darum, die Grundbotschaft des Films mit einem älteren Kind besser beschreiben zu können, das deutlich mehr Möglichkeiten hat, sich mit eigenem Willen und Haltung gegenüber der gerade zusammenbrechenden Welt der Erwachsenen 'abzusetzen'

Vorneweg: Wir sehen die Welt (und damit auch Filme) nicht wie sie sind sondern wie wir sind (aus den Erfahrungen, die ein jeder von uns gemacht hat)! Damit verbietet sich für mich ein Urteil, um so 'schöner' und spannend so unterschiedliche Echos anderer Zuschauer zu lesen.

Was mich an diesen Film so beeindruckt hat ist, dass der rote Faden die Geschichte eines Jungen erzählt, der auf seine fürsorgliche und zugleich hartnäckige Weise wollte, dass es seiner Mutter gut geht, damit sie im Grunde wieder ins Leben zurückfindet.
Dabei wird auf so kleinem Raum, mit so wenig Menschen, in einer so kleinen überschaubaren, einfachen auf die Grundbedürfnisse reduzierten Welt, erzählt, wie eine menschenverachtende, fremdenfeindliche (hier deutsche Flüchtlinge aus dem Osten) von Denuziantentum und Kriegsdurchhalteparolen geprägte Gesellschaft das Ende eines nationalsozialistischen Systems erlebt, das die meisten ratlos (bis zum Selbstmord), desillusioniert oder weiter bösartig zurücklässt.
Mit diesen Herausforderungen wird Nanning konfrontiert und hat damit zu tun, Lösungen zu finden, Rückschläge zu verarbeiten, Gefahren in Kauf zu nehmen, sich einem eben auch grausamen, ländlichen Leben zu stellen, um sein Ziel weiter zu verfolgen.
Was in der Ideologie des Faschismus als 'Kampf' hochstilisiert wird und damit sinnlose Grausamkeit gegen angeblich unwertes Leben rechtfertigt, zeigt sich hier als zum Überleben dazugehörenden und auszuhaltenden Grausamkeit (z.B. des Auflauerns, Täuschen und Schlachten von Tieren).
Er zeigt, dass man als Mensch damit klar kommen kann ohne wirklich grausam, abgestumpft, unmenschlich und verroht zu werden, auch wenn Nanning an seine Grenzen stößt und in seiner Verzweiflung und Wut doch seinen Bruder verprügelt.

Für mich ist die Botschaft wie herausfordernd es ist, menschlich zu bleiben und nicht abzurutschen und Hass, Verachtung oder Gleichgültigkeit und dem Schmerz nicht aus dem Weg zu gehen, wenn man sein zutiefst menschliches Ziel nicht erreicht und keine Anerkennung dafür erhält, wenn man sich menschlich und verletzlich zeigt.

Die Welt heute bräuchte viel mehr solche Menschen, Akins Hoffnung ist die junge Generation, die trotz allem, den mutigen Weg der Menschlichkeit unaufgeregt geht und durch Rückschlägen nicht total aus der Bahn gerät.

P.S.
Der Film zeigt auch, dass Härte keine Antwort ist, dass Menschlichkeit Mut verlangt und viel mehr als sich Rachegefühlen ... hinzugeben, weil man den Schmerz nicht spüren will oder wollte.
Wie sehr sich der Akim mit den auf auf Härte basierenden, grausamen Erziehungsgedanken eines protestantischen Menschenbilds oder der sogenannten schwarzen Pädagogik beschäftigt hat, kann man in der Szene mit dem schreienden Baby (Ammengeschichte der Stärkung der Lungen) genauso sehen wie in der Belohnung für das Nicht-mehr-Weinen des Jungen statt der Anerkennung seiner Fürsorge für die Mutter, also seinem Ausdruck von Menschlichkeit.

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