Anke Sterneborg

Filmkritiken von Anke Sterneborg

Zwei erwachsene Männer auf den Mofas ihrer Jugend: »25 km/h«, Markus Gollers zweite Verfilmung einer Zickler-Ziegenbalg-Vorlage, verbindet Melancholie und Leichtigkeit
Der Geschichte der Mondlandung nimmt Damien Chazelle das nationale Pathos. ­Zusammen mit Ryan Gosling in der Hauptrolle ringt er ihr neue, betörende und zutiefst menschliche Perspektiven ab: »Aufbruch zum Mond«
Der erste Teil einer Trilogie nach Kurzgeschichten von Håkan Nesser handelt von einem Schriftsteller, der zum Detektiv in eigener Sache wird und in fiktiven Geschichten beunruhigend reale Hinweise aufspürt. Daniel Alfredson erzählt »Intrigo« auf angenehm altmodische Weise, verzettelt sich aber im Labyrinth der Rückblenden
Die Verfilmung einer von Schirach-Kurzgeschichte als Bibi-und Tina-Kontrastprogramm: Ein flottes aber auch nicht sonderlich originelles Mash-up bekannter Motive aus Mafiakino und Chaoskomödien, »Hangover«-Irrsinn meets Tarantino-Gewalt in einer Buck-Version von Kreuzkölln
Die Modernisierung von Cyrano de Bergerac würde gut funktionieren, wenn um die jungen Darsteller Aaron Hilmer und Luna Wedler herum nicht so ein albern überzogenes Lümmelfilm-Chaos toben würde
Im roten Doppeldecker geht es über skurrile Menschen und pittoreske Orte zum späten Glück: Unter der Regie von Florian Gallenberger lässt sich Elmar Wepper in diesem sinnlich verspielten Feelgood-Road-Movie ein weiteres Mal von einem jungen Mädchen aus dem bayerischen Altersgrant rauslocken und zum besseren Leben verführen
»Gundermann« ist sehr viel mehr als nur die Biografie des Nachwende-Liedermachers. Es ist ein kluger, einfühlsamer, vielschichtiger und berührender Beitrag zur deutsch-deutschen Geschichte, zu einem differenzierteren Umgang ganz ohne arrogante Zeigefinger- Besserwisserei
Alicia Vikander als Biomathematikerin, James McAvoy als MI6-Agent James: Wissenschaft und Glaube, verknüpft durch die Liebe, in einem Film, der rastlos durch die Welt springt, und darüber die Zeit für die Wege verliert: »Grenzenlos«
In der Verfilmung der realen Geschichte einer Frau, die sich Ende des 19. Jahrhunderts für die Rechte der Indianer einsetzte, wird die visuelle Pracht des klassischen Westerns durch einen sehr modernen Blick auf Frauenfeindlichkeit und Rassismus ausgehöhlt: »Die Frau, die vorausgeht«
Greg Barlanti gelingt es, im amerikanischen Mainstream-Kino aus einem schwulen Coming-out mal kein Drama zu machen, sondern eine romantische Komödie

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Fleißig war Bryan Cranston schon immer. Aber erst in »Breaking Bad« wurde sein Talent so richtig sichtbar. Inzwischen kann der integre Charakterschauspieler sich die Rollen in großen Filmen aussuchen
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So wie einst Dorothy im Wunderland von Oz oder Harry Potter in Hogwarts Zauberschule findet auch der Tokioter Halbwaisenjunge Ren Trost in einer magischen Parallelwelt, die von vermenschlichten Tierwesen bevölkert ist
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Tödliche Konflikte, extreme Gefühle, weite Landschaften: »Mahana« ist klassisches episches Kino. Und für den Neuseeländer Lee Tamahori eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Mit Anke Sterneborg sprach der Regisseur über sein Werk
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Im klassischen Film war jedes Kleid ein Statement. Und bei Tarantino ziehen die Helden auch nicht irgendwas an. Ein Buch über Hollywoods Kostüm-Department
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Die Reihe »Creature Feature« bei Koch Media legt Exploitation-Filme der siebziger Jahre wieder auf, in denen bizarre Tiermutationen die Menschen angreifen
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Obwohl er schon seit 30 Jahren im Geschäft ist, macht sich der Schauspieler Viggo Mortensen mitunter rar. Jetzt überzeugt er in der sympathischen Komödie »Captain Fantastic«
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Der Bergarbeiter, den Charly Hübner aktuell in Adolf Winkelmanns »Junges Licht« spielt, passt gut ins Bild. Der Charakterdarsteller aus Mecklenburg weiß nämlich, wie man eine Rolle erdet