Gerhard Midding

Auf die Frage, was er an Nicole schätzt, antwortet Charlie auf Anhieb: "She is a good citizen." Da mag ein wenig Sarkasmus im Spiel sein, schließlich befinden sich die Barbers mitten in der Mediation ihres Scheidungsverfahrens. Zivilbürgerliche Tadellosigkeit ist nicht unbedingt die erste Tugend, die einem zum einst geliebten Ehegatten einfällt. Aber als Minimalforderung für ein gedeihliches Miteinander funktioniert das durchaus.

The Klimperclown

»The Klimperclown«, der Film, in dem ein Publikum »Katzeklo« im Kanon singen muss und in dem von »singender Herrentorte« nie, wohl aber von der Liebe zu Düsseldorf die Rede ist, ist unbedingt sehenswert und eine würdige Ergänzung des öffentlichen Bildes von Helge Schneider.

ZDF-Mediathek: »We Are Lady Parts«

Sie rocken nicht nur die Kasbah: Die britische Sitcom »We Are Lady Parts« erzählt vom Aufstieg des gleichnamigen Punkquartetts.

E-Mail an... Cédric Klapisch

Cédric Klapisch, Jahrgang 1961, ist ein französischer Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor. 1992 veröffentlichte er seinen Debütfilm »Kleine Fische, große Fische«. Mit »Typisch Familie!« gewann er 1996 drei Césars. »L'auberge espagnole« (2002) über eine Erasmus-WG in Barcelona und die beiden Sequels waren große Publikumshits. Sein neuer Film, »Die Farben der Zeit«, startet am 14. August im Kino.
Diese Filme muss man gehört haben: »Sirât« und »In die Sonne schauen«, beide Cannes-Preisträger, verblüffen durch eine ­außergewöhnliche Tongestaltung.

Roter Himmel (2023)

Mit ungewohnt leichtem Tonfall erzählt Christian Petzold von vier jungen Menschen in einem Ferienhaus an der Ostsee, von Freiheit, Sehnsucht und Selbstbezogenheit – bis eine Katastrophe die sommerliche Idylle zerstört.

Sophia, der Tod & ich (2022)

Ein junger Mann öffnet seinem Tod die Tür und schindet dann noch ein paar abenteuerliche Tage mit Mutter, Ex-Freundin und Sohn: In seinem Spielfilmdebüt gelingt es Charly Hübner, das lockere Geplänkel der Vorlage von Thees Uhlmann in eine Balance zwischen charmanter Komödie, zauberhaftem Märchen und rasantem Roadmovie zu bringen.

Der Masseur (2020)

Ein Fremder aus dem Osten kommt nach Polen und wird als Masseur in einer Gated Community zu einer Art Guru. Mischung aus Mysterythriller und Satire, politischer Parabel und lyrischem Essay.

Die goldenen Jahre (2022)

Die Mittelmeerkreuzfahrt eines frisch verrenteten Paares ist in dieser schweizerischen Beziehungskomödie der Beginn einer Reise hin zur Selbsterkenntnis und zu einer unkonventionelleren Lebensweise: ein liebenswürdig unspektakulärer Film.

Die versunkene Stadt Z (2016)

»Die versunkene Stadt Z« ist ein Abenteuerfilm wie aus guten alten Zeiten, der sich dem britischen Forscher Percy Fawcett und seinen Expeditionen ins Amazonasgebiet widmet. Dabei enthüllt sich in der Ruhelosigkeit des Mannes auch die Vergeblichkeit des modernen Strebens nach der Entzauberung der Welt.

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