Animale

Eine junge Frau, die als Stierkämpferin männliches Territorium betritt, bemerkt nach einem Blackout körperliche Veränderungen. Von der Gattung her ein »Rape & Revenge Movie«, verzichtet der Film auf krasse Szenen und setzt auf die eindrucksvolle Landschaft und »Präsenz« der Stiere.

22 Bahnen

So berührend diese Geschichte über eine Studentin, ihre kleine Halbschwester, die Alkoholiker-Mutter und komplexe Zukunftsentscheidungen ist, so überfrachtet und wenig originell erzählt kommt sie daher. Getragen wird die Adaption des gleichnamigen Sensations-Bestsellers von Caroline Wahl deswegen vor allem von ihren drei exzellenten Hauptdarstellerinnen: Luna Wedler, Laura Tonke und die kleine Zoë Baier machen die meisten Schwächen von »22 Bahnen« fast wett.
von: 
Bisher war der Engländer Matt Smith hauptamtlich mit Serien beschäftigt. Als »Dr.

Filmfestival Locarno 2025

Mit 221 Filmen, davon 99 Weltpremieren, stellt das Festival von Locarno jeden Berichterstatter vor die Qual der Wahl, wenn einerseits erwartet wird, das Aushängeschild, den Internationalen Wettbewerb zu würdigen, andererseits in Nebensektionen Entdeckungen zu machen und das persönliche Hauptinteresse, die Retrospektive nicht zu vernachlässigen.

"Was tut sich?" mit Justine Bauer

Am 4.9. spricht Maxi Braun im Kino des Deutschen Filminstituts & Filmmuseums mit Justine Bauer über Alltag und Zukunftsplanung in der Landwirtschaft und ihren Film »Milch ins Feuer«.

Weapons – Die Stunde des Verschwindens

Zach Cregger etabliert sich als eine der interessantesten Stimmen im Horrorkino. Der Film um das rätselhafte Verschwinden von 17 Kindern entfaltet ein düsteres Panorama einer nur von Verschwörungstheorien zusammengehaltenen Gesellschaft.
Gerhard Midding

Die Debatte über Nepo Babies, die vor wenigen Jahren heftig in den USA aufflammte („Sie hat die Augen ihrer Mutter. Und deren Agenten.“), wird in Frankreich eigentlich permanent geführt. Meist geschieht das etwas leiser und womöglich auch weniger abschätzig - man spricht einfach von "fils ou fille de..." Wie verbreitet das Phänomen ist, führt aktuell die Besetzungsliste von Cédric Klapisch' »Die Farben der Zeit« vor Augen.

Gerhard Midding

Ich bewundere Künstler, die über den eigenen Tellerrand schauen und sich in das andere Lager hineinversetzen. Das gefiel mir beispielsweise an »Könige des Sommers«. Darin erzählt Regisseurin Louise Courvoisier vom Sohn einen Milchbauern, der halbwegs der Pubertät entwachsen ist und sich in den Kopf setzt, aus dem Stand den besten Comté der Region herzustellen hat. Diese Einfühlung ist indes längst kein so halsbrecherischer Spagat, wie ihn Emeric Pressburger in „The Glass Pearls“ wagt.

Buch-Tipp: Bruce Beresford – Kosmopolit des Kinos

Zum 85. Geburtstag von Bruce Beresford (16.8.2025): Das erste deutschsprachige Buch über würdigt den unterschätzten Regisseur.

Das Kanu des Manitu

Zwar umschifft der Film die Wokeness-Debatten einigermaßen souverän und taugt je nach Geschmack für belangloses Amüsement, aber der alberne, parodistische Humor wirkt doch etwas aus der Zeit gefallen.

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