In der Nacht des 12. (2022)

Ein grauenvoller Mord in erhabener Bergkulisse: Bei lebendigem Leibe wird ein Mädchen verbrannt. Dominik Moll schildert in seinem präzise beobachteten und Erwartungen unterlaufenden Film noir die Tätersuche, erzählt vom intimen Verhältnis der Ermittler zu ihren Fällen – und von einer Welt, in der zu vieles nicht in Ordnung ist.

Passages (2023)

Aus dem experimentierfreudigen One-Night-Stand eines verheirateten, schwulen Mannes mit einer ungebundenen, jungen Frau entwickelt sich ein schmerzhaft verknotetes Liebestriangel, das keinen der Beteiligten am Ende unbeschadet lässt. Hervorragend gespieltes, ökonomisch inszeniertes Beziehungsmelodram mit leisem empathischen Humor.

Die einfachen Dinge (2023)

Der Titel von Éric Besnards neuer bukolischer Komödie ist Programm: Es geht darum, was »wirklich zählt« im Leben. Ein quirliger Geschäftsmann (Lambert Wilson) wird vom Gehetztsein seiner urbanen Existenz erlöst, als er in den Bergen auf einen schroffen Aussteiger (Grégory Gadebois) trifft. Das Drehbuch schlägt der eigenen Vorhersehbarkeit sachte Schnippchen – und dank der Spielfreude der Darsteller erweisen sich die Lebenslektionen als erfreulich wechselseitig.

ARD-Mediathek: »Warum ich?«

Zum Geburtstag viel Pech: Mit »Warum ich?« versucht sich die ARD glücklos an einer TV-Anthologie.

From the World of John Wick: Ballerina

Len Wisemans »John Wick«-Spin-off etabliert mit Ana de Armas' Eve nicht nur eine neue Heldin im Kosmos der Filmreihe. Dieser überaus gradlinige Action-Film markiert auch eine Rückkehr zu den Anfängen der Serie. Allerdings hat seine Rachehandlung einen deutlich stärkeren emotionalen Resonanzboden als »John Wick« vor mehr als zehn Jahren.

DOK.fest München 2025

Das DOK.fest München, größtes ausschließlich dem Dokumentarfilm gewidmetes Filmfestival Deutschlands, beging seine 40. Ausgabe mit einem ­Programm von politischer Brisanz.
Ist die Geschichte mit der Menschheit fertig? Könnte man meinen, wenn man die Filme des Autors und Regisseurs Alex Garland betrachtet. Sascha Westphal über ein Werk, das wie kaum e

E-Mail an... Ina Weisse

Ina Weisse, Jahrgang 1968, ist Schauspielerin und Regisseurin. Sie hat Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München studiert und Filmregie an der Hamburg Media School. 2012 erhielt sie für »Das Ende einer Nacht« den Deutschen Fernsehpreis und den Grimme-Preis als beste Schauspielerin. »Der Architekt« (2008) war ihr Regiedebüt. 2019 erschien »Das Vorspiel«. Ihr neuer Film »Zikaden« startet am 19. Juni.

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