Furusato – Wunde Heimat

Mit seinem puristischen Dokumentarfilm »Furusato« blickt Thorsten Trimpop in die Seele von Menschen, die sich nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima lieber einer Strahlenbelastung aussetzen als ihre Heimat aufzugeben

Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?

Lola Randls glänzend gespielte Beziehungskomödie »Fühlen Sie sich manchmal ausgebrannt und leer?« variiert gekonnt das Doppelgängermotiv und setzt dabei mit kreativer visueller Gestaltung sehenswerte Akzente

The Florida Project

Sean Baker schildert eine Kindheit am Rande des Existenzminimums in einem Motel in Florida, und verbindet dabei dokumentarisches Gespür mit visueller Lust am Erzählen. »The Florida Project« ist ein schmerzlich wahrhaftiges Sozialdrama mit der Magie eines Märchens

Er Sie Ich

Erstaunlich einfacher Dokumentarfilm, der fast nur aus Statements besteht und tatsächlich etwas zu sagen hat. Über Liebe und Leidenschaft, Familie, Trennung und die Schwierigkeit, darüber zu reden. Von der Unzuverlässigkeit der Erinnerung ganz zu schweigen

Call Me By Your Name

Der 17-jährige Elio (Timothée Chalamet) verliebt sich in den sieben Jahre älteren Sommergast (Armie Hammer) seiner Eltern – nur wenige Filme haben bisher den einzigartigen Zauber der ersten großen Liebe auf eine so berauschende Weise eingefangen wie Luca Guadagninos Verfilmung von André Acimans Roman »Call Me By Your Name«

Arthur & Claire

Zwei Selbstmörder begegnen einander in Amsterdam und verbringen eine (vermeintlich) letzte Nacht miteinander, in deren Verlauf sich die Perspektiven verschieben. »Arthur & Claire« lebt vom Zusammenspiel seiner beiden Hauptdarsteller und setzt aufs sprichwörtlich Bittersüße, beachtet dabei leider allzu ängstlich die Konventionen und tut niemandem auch nur ein bisschen weh

Interview mit Josef Bierbichler

Josef Bierbichler gehört zu Deutschlands bekanntesten Schauspielern. Jetzt hat er seinen mehrere Generationen umspannenden Erfolgsroman ­»Mittelreich« verfilmt

Zwei Herren im Anzug

Josef Bierbichlers Roman »Mittelreich« knüpft an die eigene Biografie des Schauspielers an. Nun hat er diese bayerische Jahrhundertchronik verfilmt, mit hochkarätigen (Bühnen-)Darstellern und inszenatorischem Ungestüm. Zuweilen wünscht man sich, ein Produzent oder Redakteur hätte ihm erklärt, dass dies im Kino so nicht funktioniert. Und dann wieder ist man froh, dass er nicht auf sie gehört hat: »Zwei Herren im Anzug«

Thelma

In seinem vierten Spielfilm vermengt Joachim Trier Coming-of-Age und übernatürlichen Thriller. »Thelma« entfaltet einen inszenatorisch dichten, spannenden Sog der besonderen Art und funktioniert zugleich als Allegorie aufs Erwachsenwerden

Die stille Revolution

Die Frage nach der Zukunft der Arbeit geht uns als Einzelmenschen und Gesellschaft zentral an. »Die stille Revolution« möchte Antworten geben, langweilt aber als Image-Film mit viel hohler Quasselei und visuellem Pathos

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