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Christian Alvart gelingt mit seinem Remake von Alberto Rodríguez' Thriller »La isla mínima – Mörderland« ein atmosphärisch ungeheuer intensives Porträt Ostdeutschlands nach der Wende. Die Geschichte von zwei Polizisten, die im Marschland Mecklenburg-Vorpommerns nach einem Serienmörder fanden, legt den Finger in deutsch-deutsche Wunden, die bis heute nicht wirklich verheilt sind
Die Verfilmung der wahren Geschichte eines amerikanischen Neonazi-Aussteigers mischt Realismus mit Thrillermomenten, Liebesutopie und einem humanistischen Appell: »Skin«
Das Biopic über den MercyMe Leadsänger vermittelt eine unaufdringliche und unpathetische christliche Botschaft, biegt dabei aber die tatsächliche Lebensgeschichte von Bart Millard zurecht
Nahezu dokumentarisch begleitet Autorin und Drehbuchautorin Marielle Klein in ihrem Spielfilmdebüt »Dinky Sinky« die Mittdreißigerin Frida (Katrin Röver) bei ihrem Versuch, schwanger zu werden. Das birgt komische Momente, hat aber auch Längen
Auf dem Weg nach Jerusalem hält der von Ewan McGregor gespielte Jesus meditative Einkehr in der Wüste. »40 Tage in der Wüste« ist ein von Regisseur und Autor Rodrigo García langsam und handlungsarm angelegtes Gedankenexperiment, das den Gottessohn als irdische Gestalt interpretiert
Die Malerin O-Ei stand stets im Schatten ihres berühmten Vaters, des Meisters Hokusai. Mit leichter Hand rehabilitiert Keiichi Haras Animationsfilm »Miss Hokusai« nun die vergessene Künstlerin, spürt ihrem Leben außerhalb der Konventionen und dem Geheimnis ihres Schaffens nach: eine lebhafte, atmosphärische Zeitreise in das Japan des 19. Jahrhunderts
Nach einer fehlgeschlagenen Börsenspekulation sehen sich vier Freunde einem Gangsterboss ausgeliefert. Nicht nur durch die Mitwirkung von John Travolta an die frühen Filme Quentin Tarantinos erinnernd, gelingt »Criminal Activities« die Balance zwischen Brutalität und Sophistication eher selten
Maria Furtwängler mimt in »Das Wetter in geschlossenen Räumen« eine verwöhnte, dem Luxus verfallene Wohltätigkeitslady in Diensten des UN-Flüchtlingswerks. Das kann nicht gut ausgehen
Inspiriert von der Lebensgeschichte von Endel Nelis (1925–1993), der in einer estnischen Kleinstadt eine Fechtschule gründete – die bis heute existiert –, erzählt der Film eine Lehrer-Schüler-Geschichte, einerseits vorhersehbar, andererseits mit angenehmem Understatement
Die Fotoserie, die Dennis Stock 1955 von James Dean aufnahm, wirkte an dessen Kultstatus maßgeblich mit. Anton Corbijn rekonstruiert deren Entstehung, porträtiert Dean und Stock sowie deren Welt in ausgesucht schönen Bildern. Doch nur in wenigen Momenten gelingt es ihm, über gediegenes Reenactment hinauszugehen