Dene wos guet geit

Der Debütlangfilm von Cyril Schäublin ist die vielfältig überzeugende satirisch-allegorische Auseinandersetzung mit einer auf allen Ebenen von gestörter Kommunikation dominierten Welt
Gerhard Midding

So viel Staudensellerie, wie ich in den letzten Tagen klein gehackt habe, esse ich sonst in einem Monat nicht. Er gehörte für ihn praktisch in jede Pastasauce. Ihm zuliebe habe ich auch den Brühwürfel wiederentdeckt. Mit dem Knoblauch hingegen geize ich wohl mehr als Lino Ventura.

Spider-Man: Far From Home

Der erste Marvel-Superhelden-Film, der nach den Ereignissen von »Endgame« spielt, greift gleichzeitig auf all das zurück, was altbewährt ist im MCU: ein bisschen Selbstironie, ein bisschen Pathos und viel CGI-Hokus-Pokus. Eigentlich will Peter Parker, »dein freundlicher Superheld aus der Nachbarschaft«, die Klassenfahrt nach Europa ohne Spinnenmannkostüm genießen. Aber Jake Gyllenhaal als mysteriöser »Mysterio« macht ihm einen Strich durch die Rechnung und dem geplanten Liebesgeständnis an MJ auf dem Eiffelturm
Gerhard Midding

Im nächsten Frühjahr wird in der Cinémathèque francaise eine Ausstellung über Louis de Funès gezeigt. Bereits im letzten März kursierten Gerüchte, nun steht das Datum endgültig fest. Es lässt einige Kollegen vermuten, das Ganze sei ein Scherz: Sie läuft am 1. April an, begleitet von dem üblichen Rahmenprogramm, einer Retrospektive, Vorträgen und Diskussion.

Streaming-Tipp: Neue Staffeln »Dark« und »Stranger Things«

Netflix schickt fast zeitgleich neue Staffeln zweier Mystery-Hitserien ins Rennen um die Gunst der User. Die deutsche Produktion »Dark« löst sich damit endgültig aus dem Schatten seines großen US-Pendants »Stranger Things«
Gerhard Midding

Wenn in der Betreffzeile ihrer Mails als erstes Wort "Hommage" steht, mache ich immer auf einen Schrecken gefasst. Die französische Filmakademie ist oft der erste Überbringer trauriger Nachrichten. Am Freitagabend meldete sie den Tod des Kameramannes Pierre Lhomme. Siebenmal war er seit 1976 für einen César nominiert worden; 1989 gewann er ihn zum ersten Mal für »Camille Claudel« und zwei Jahre später für »Cyrano de Bergerac«.

Traumfabrik

Die Liebe eines jungen DDR-Bürgers zu einer französischen Tänzerin, die er bei Dreharbeiten im DEFA-Studio kennengelernt hatte, wird durch den Mauerbau jäh beendet. Doch dann fasst er einen wahnwitzigen Plan, um sie wiederzutreffen. Seine Liebesgeschichte verknüpft »Traumfabrik« mit einer Liebeserklärung an Macht und Magie des Kinos, wobei der Schauplatz immer wieder für Doppelbödigkeiten verschiedenster Art gut ist

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