Guns Akimbo

Ein nerdiger Computerspiel-Programmierer wird gegen seinen Willen zum Star eines mörderischen Fight Clubs, dem Millionen Zuschauer über das Internet folgen. Jason Lei Howdens Actionfilm »Guns Akimbo« erinnert an exzessive Genrespektakel wie »Crank«, jedoch fehlt es ihm die stilistischer Brillanz

Gipsy Queen

Sozialdrama von Hüseyin Tabak, das ganz um seine Hauptfigur, die rumänische Romni Ali herum gebaut ist und den Boxsport zur deutlichen Lebensmetapher macht. Die Roma-Aktivistin Alina Șerban ist ein Ereignis in der Hauptrolle. Ihr sprechender Blick ist es, der den Zuschauern eine ganz eigene Sicht auf prekäre Arbeitsverhältnisse und das Hamburger Milieu vermittelt

Brot

Dramaturgisch nicht ganz überzeugend gewichteter Dokumentarfilm zum Thema Brot, der besonders interessante Einblicke in Marketing, Entwicklung und Produktion industrieller Lebensmittelproduktion bietet
Gerhard Midding

Leider habe ich Colo Tavernier O' Hagen nie kennengelernt. Als ich Bertrand Tavernier zum ersten Mal traf, lag die Scheidung des Paares schon acht Jahre zurück. Aber sie schrieb weiterhin Drehbücher für ihn. Er sprach häufig von ihr, mit großer Bewunderung und Klarheit: Er hatte ihr viel zu verdanken. Nun gab er auf der Seite des Institut Lumière bekannt, dass sie an Krebs gestorben ist.

Nippon Connection: Warum Grappa?

Ausgerechnet im Jubiläumsjahr, dem 20., musste das Japan-Filmfestival Nippon Connection online stattfinden. Im Fokus standen das Frauenbild und die zuweilen rätselhaften Geschlechtsverhältnisse

E-Mail an... Kida Khodr Ramadan

Kida Khodr Ramadan, 43, ist seit fast zwanzig Jahren in deutschen Film- und TV-Produktionen zu sehen; für die Hauptrolle in »4 Blocks« wurde er mehrfach ausgezeichnet. Sein neuer Film »Man from Beirut« startete im Autokino und läuft inzwischen auch regulär
Gerhard Midding

Heute feiert Krzysztof Zanussi seinen 81. Geburtstag. Wiederum möchte ich ihm dazu herzlich gratulieren. Seit dem Eintrag vom letzten Jahr kenne ich sein Werk ein wenig besser, aber immer noch nicht gut genug. Und obwohl ich inzwischen auch Aufnahmen gesehen habe, wo er einen Rollkragenpullover trägt, hat das meine Bewunderung für den exzellenter Geschmack, den er bei der Wahl seiner Anzüge und Krawatten beweist, nicht geschmälert.

Gerhard Midding

Noch eine französische Renaissance, wiederum mit prunkender Besetzung: Die "Cahiers du cinéma" melden sich zurück. Sie laufen wieder, schreibt der neue Chefredakteur Marcos Uzal verheißungsvoll im Editorial der Juni-Ausgabe.

Gerhard Midding

Blueberry sah ohnehin immer schon aus wie Jean-Paul Belmondo, erst recht, solange Jean Giraud ihn zeichnete und er den Rang eines Leutnants bekleidete. Und die Comic-Saga, die der Zeichner 1963 mit dem Szenaristen Jean-Michel Charlier aus der Taufe hob, hatte stets tiefe Wurzeln im Kino. Namentlich ihre Szenerie gemahnt an das Monument Valley, das aus europäischer Perspektive zum Inbegriff des Westens geworden ist. Aber das Blueberry je von einem solchen Sammelsurium filmischer Doppelgänger umgeben sein würde, habe ich mir bis zu seinem neuen Abenteuer nicht vorstellen können.

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