Ulrich Sonnenschein

Filmkritiken von Ulrich Sonnenschein

Komödie steht unter diesem Film – aber Papadopoulus und Söhne ist alles andere als knallig, sondern ein besinnlicher Film, der auf seine Art ein Statement zur griechischen Finanzkrise abgibt
Phoenix-Ost in Dortmund-Hörde soll sich wandeln. Aus dem einstigen Schandfleck der Schwerindustrie soll eine Wellnessoase werden mit einem See so groß wie die Hamburger Binnenalster und einer Randbebauung mit Townhouses. Aber weder die Bürger von Dortmund-Hörde noch die Menschen, die an dem Projekt arbeiten, können sich diese Immobilien leisten. Ulrike Franke und Michael Loeken dokumentieren das Voranschreiten der Freizeitgesellschaft mit leisen, aber nicht weniger bissigen Untertönen
Man denkt lange, einem Mockumentary aufgesessen zu sein: Die Geschichte des Musikers Sixto Rodriguez ist so unterhaltsam wie unglaublich. Eine bewegende Suche, die sich kein Musikfan entgehen lassen sollte
Der Schweizer Autor und Regisseur Daniel von Aarburg erzählt in seinem Dokumentarfilm anhand von Zeitzeugeninterviews, Archivmaterial und Nachinszenierungen die Lebensgeschichte von Hugo Koblet, der großen Schweizer Radfahrerlegende der 50er Jahre – kurz bevor sie ganz in Vergessenheit gerät
Die gelungene Dokumentation des Scheiterns eines Dokumentarfilms und zugleich eine Farce über das Film- und Musikgeschäft
Ein Film zwischen allen Genres, der sich über klassische Musik und deren Publikum, vor allem aber über sich selbst lustig macht. Eine wunderbare Farce, die keine Huldigung betreibt und doch ein riesiges Tor öffnet, durch das vor allem junge Leute einen neuen Zugang zur alten Musik finden können
Dritter Teil der Trilogie von Marcus H. Rosenmüller um das Erwachsenwerden zweier Freundinnen: Die beiden Abiturientinnen Kathi und Jo, die in »Beste Zeit« und »Beste Gegend« zwischen Aufbruch in die Welt und planvoller Zukunftsorientierung schwankten, ziehen in »Beste Chance« erste Bilanzen
»Die Schöne und das Biest« ist ein Remake des alten Märchens mit tricktechnischem Furor, aber ohne inhaltliche Relevanz oder erzählerische Innovation
Ein kleiner, großartiger Film über die Punkszene in Belfast, über Mut und Durchsetzungskraft und einen Mann, ohne den es nicht möglich gewesen wäre
Selbstmord als Thema einer Komödie? Regisseur Pascal Chaumeil hat es geschafft, in Anlehnung an Nick Hornbys Roman einen Film zu machen, der das richtige Gleichgewicht findet zwischen Tragik und Lebenslust. Seine hervorragende Besetzung ­(Pierce Brosnan, Toni Collette, Imogen Poots, Aaron Paul) hilft ihm dabei