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Die Wanderung zweier alter Freunde durch die schottischen Highlands wird zu einer Probe für ihre Beziehung – »The North« ist ein Film über Freundschaft, vor allem aber eine realistisch inszenierte Liebeserklärung an den meditativen Akt des Wanderns, geprägt von leiser Poesie und subtil-beeindruckenden Landschaftsaufnahmen.
Markus Schleinzer entfaltet das vielschichtige ­Drama einer Frau, die sich für kurze Zeit Freiheiten erschwindelt, die im 17. Jahrhundert nur Männern zugestanden werden. In der Titelrolle kann man erneut ­erleben, wie Sandra Hüller ein existenzielles Geheimnis wahrt. Ein Film, der en passant sehr gegenwärtige Debatten kommentiert.
Eine unbekümmerte Teenagerin und angehende Filmstudentin stößt in Galizien auf ein Familiengeheimnis. Mit realistischen Familienszenen, autobiographischen Verweisen und purer Kinomagie beweist Simón ihren Status als eine der interessantesten neuen europäischen Autorenfilmerinnen.
Aus dem Trojanischen Krieg kehrt Odysseus nicht als strahlender Held zurück, sondern als erschöpfter alter Mann, den nur sein Hund noch erkennt. Seine Frau und sein Sohn stehen unter gesellschaftlichem Druck, den Ehemann und Vater für tot zu erklären, denn Warten bedeutet auch Stagnation. Kein glamouröser Kostümschinken, vielmehr die nüchterne Konfrontation von zweierlei Trauma: das des Heimkehrers mit dem der Daheimgebliebenen.
Berührendes, klug inszeniertes und eindrücklich audiovisuell erzähltes Drama um eine gehörlose Frau, die durch ihr Mutterwerden die Verbindung zu der Welt zu verlieren droht – mit einer intensiv agierenden gehörlosen Miriam Garlo in der Hauptrolle.
Der neue Film von Christian Petzold, wieder mit Paula Beer, ist ein sommerlich-abgründiges Spiel der Identitäten: Eine junge Pianistin findet nach einem schrecklichen Unfall auf dem Land Aufnahme bei einer Familie, die ein dunkles Geheimnis hütet.
Ein italienisches Bergdorf 1944 ist Schauplatz einer komplexen Familiengeschichte. Genreszenen erscheinen im Stil kunstvoll komponierter Tableaus. Innere und äußere Konflikte entwickeln sich mit der Wucht klassischer Dramen.
Aus der Formel »Feiert nicht Hochzeiten, sondern Trennungen« entwickelt Jonás Trueba eine trotz dialogischer Längen funktionierende Geschichte mit komödiantischen Effekten und emotionalen Akzenten.
Dokumentarfilm über die vor 100 Jahren geborene Hildegard Knef, in dessen Mittelpunkt ihre Karriere als öffentliche Person steht, die von ihr selber in Liedtexten, TV-Interviews und Auszügen aus ihren autobiografischen Büchern problematisiert wird.
Thomas Riedelsheimer beschäftigt sich nach Zeit und Raum nun mit dem Licht, bleibt dabei trotz beeindruckender Arbeit an der selbst geführten Kamera konzeptuell aber in vielen ausufernden Verbalien zwischen Kunstprojekten und Wissenschaft stecken.