Julianne Moore

Als Schauspieler/in:

Gut gespielt genügt nicht: Das exzellent besetzte Drama über eine Idealistin, die an einen moralischen Scheideweg kommt, krankt an einer emotionslosen Inszenierung und einem überkonstruierten Drehbuch
Auch als starbesetztes Hollywood-Remake ist dieses Porträt einer alleinstehenden Frau und Mutter so leichtfüßig und zugleich tiefgründig wie das gefeierte chilenische Original »Gloria« von 2013
George Clooney verfilmt ein Coen-Drehbuch über einen Familienvater, der sich fatal in seinen kriminellen Masterplan verstrickt. Gut gespielt und fotografiert, mangelt es »Suburbicon« an Originalität
Privater Geheimdienst gegen Drogenclan unter weiblicher Herrschaft. »Kingsman: The Golden Circle« ist routiniertes Popcornkino, das in der digitalen Choreographie der Kampfszenen zu beeindrucken vermag. Und natürlich durch seine Starbesetzung
Regisseurin Rebecca Miller und Schauspielerin Greta Gerwig verbünden sich für eine ebenso flirrende wie kluge romantische Komödie über eine Frau um die 30, deren zwanghafter Gestaltungswille an den Klippen des realen Lebens zerschellt: »Maggie's Plan«
Die Erwartungen an das Herzensprojekt von Hauptdarstellerin und Mitproduzentin Ellen Page waren hoch. Doch Regie und Drehbuch zu »Freeheld« , der wahren und relevanten Geschichte, bleiben oberflächlich und lieblos
Das Finale des Sci-Fi-Epos bestätigt eindrucksvoll die Originalität der Inszenierung und punktet mit markanten Darstellern und vielschichtiger Thematik – verliert aber durch einen überhasteten und deshalb psychologisch unglaubwürdigen Showdown
Eine Familie wird auf eine harte Probe gestellt: Dank einfühlsamer Bildsprache und Julianne Moores herzzerreißend subtilem Spiel gewährt die Geschichte einer strahlend erfolgreichen Frau, die sich langsam auflöst, intime Einblicke in die Wahrnehmungsweise von Alzheimerkranken: »Still Alice«
Verhexte Grusel-Fantasy für Teenager: In Sergei Bodrows Verfilmung des Erfolgsromans »Spook – Der Schüler des Geisterjägers« erledigen etablierte Schauspielgrößen wie Jeff Bridges und Julianne Moore Dienst nach Vorschrift – und überlassen den CGI die Zauberei
Im dritten Teil des »Young Adult«-Franchise um die Mädchenheldin Katniss (Jennifer Lawrence) geht es nicht mehr um das zynische Medien­ereignis der Hungerspiele, sondern um die Revolution und ihren Preis. Der Film bewahrt, was die Vorlage von Suzanne Collins auszeichnet: Er lässt der weiblichen Hauptfigur ihre Zweifel und ihr Reflexionsvermögen

In der Dokumentation:

Ron Manns Dokumentation zum Leben und Werk von Robert Altman ist so präzise wie bewegend und macht Lust, sämtliche Altmanfilme schnellstens wieder zu sehen