August Diehl

Als Schauspieler/in:

Aus der Verfilmung von Robert Moores minutiös recherchiertem Bestseller »A Time to Die« über das Unglück des russischen Atom-U-Boots Kursk will Thomas Vinterberg das menschliche Drama destillieren, verliert sich aber in den komplexen Verflechtungen von Militär, Politik und Privatleben
Den politischen Diskurs kann Raoul Pecks Biopic »Der junge Karl Marx« durch seine ernsthafte, aber keineswegs hagiografische Auseinandersetzung mit Marx vielleicht befruchten. Ästhetisch kommt er aber nur in den wenigsten Szenen über biederes Kostümkino hinaus
Marokko, 1942: Geheimagent Max (Brad Pitt) und Widerstandskämpferin Marianne (Marion Cotillard) lernen sich bei einem Einsatz gegen die Nazis in Casablanca kennen. Die beiden verlieben sich und gründen eine Familie, bis Max offenbart wird, dass seine Frau womöglich eine Doppelagentin ist. »Allied«, der romantische Thriller von Robert Zemeckis, ist eine Hommage an Steven Spielberg – und an »Casablanca« vom Michael Curtiz
Pia Marais' atmosphärische Charakterstudie »Layla Fourie« macht den inneren Zwist einer tüchtigen jungen Mutter nachvollziehbar, die ihres Sohnes Willen einen tödlichen Unfall vertuscht
Melancholisches Popstarvehikel mit Pete Doherty als angemessen verzweifeltem Liebesscheiterer, den nicht einmal Charlotte Gainsbourg von der Melancholie heilen kann
Widerstand und Anpassung in der DDR als grobe Muster: Alexander Fehling und August Diehl spielen zwei Freunde, die im Gefängnis beziehungsweise bei der Stasi landen, bevor der Mauerfall den Richtigen recht gibt
Eine mutige Zukunftsvision, eine naheliegende Dystopie, die zugleich Familiendrama, Liebesfilm und Terroristenthriller ist. Manches ist in »Die kommenden Tage« zwar zu exemplarisch konstruiert, doch die Schauspieler und die Bilder sind mitreißend
Der geradlinig inszenierte Agententhriller »Salt« überzeugt durch fantasievolle Action und subtile Selbstironie
Ein aufwändiger Ausstattungsfilm, in dem die Schauwerte dominieren. Die Schauspieler aber, vor allem Jessica Schwarz, stellen wichtige Momente in der Geschichte des Niedergangs der Buddenbrooks überzeugend dar
Max Färberböcks Verfilmung des Bestsellers einer Berliner Journalistin, die in ihrem Tagebuch von den Vergewaltigungen der Roten Armee am Kriegsende 1945 berichtete, kapituliert trotz guter Detailzeichnung vor den Konventionen des Mainstreams

Stimme bei:

Marc Wieses Dokumentarfilm über einen in einem nordkoreanischen Straflager aufgewachsenen Mann verlässt sich ganz auf die Kraft von Person und Geschichte und verzichtet auf künstliche Überhöhung

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