Alexander Dittner

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Mit viel bayerisch subversivem Humor und großer Lust an Ausstattung und Kostüm nehmen Joseph Vilsmaier und Michael Bully Herbig die Fäden des berühmten Volksstücks zwölf Jahre nach ihrem »Der Brandner Kaspar« wieder auf, um dieses Mal von den misslichen Abenteuern des Gevatter Tod mit der irdischen Liebe zu erzählen. Vilsmaier verstarb im Februar dieses Jahres während der Postproduktion
Remake eines spanischen Erfolgsfilms, der die vom französischen Hit »Monsieur Claude und seine Töchter« inspirierte Idee des Konflikts von Brautvater und Schwiegersohn in eine etwas laue deutsche Komödie übersetzt. Lediglich das Trio der Hauptdarsteller, Jürgen Vogel, Heiner Lauterbach und Hilmi Sözer rettet den Film vor dem vollständigen Abgleiten
Die wohl spektakulärste Flucht aus der DDR 1979 mit einem Heißluftballon als Thriller, bei dem man bis zuletzt mitbangt. »Ballon« ist ein überzeugender Einstand des Komikers Michael Bully Herbig im Drama-Fach
Nach dem großen Erfolg der »Dreigroschenoper« wird das Kino aufmerksam auf Brecht und Weill. Ein »Dreigroschenfilm« soll gedreht werden, und Brecht soll ein Exposé fürs Drehbuch schreiben. Doch Brecht ist nicht bereit, Konzessionen an den Publikumsgeschmack zu machen; er prozessiert gegen die Nero-Film AG. Dies ist in Joachinm A. Langs hochinterssantem Film aber nur eine Ebene in einem komplexen Erzählgefüge: Verhandelt werden Fragen nach der Künstlerautonomie, Inszenierung und nach der Aufgabe von Kunst überhaupt
Ein kleiner amüsanter Film über das Lebensmotto der Iren: Hilf dir selbst, sonst hilft dir niemand. Grandios besetzt bis in die Nebenrollen, ist dieser Film über Fleisch, Familie und Glauben in jeder Hinsicht halal: »Halaleluja – Iren sind menschlich!«
Zum 20. Jubiläum seiner erfolgreichen Sketch-Comedy blamiert sich Bully Herbig mit einem lahmen, weitgehend witzfreien Neuaufguss, in dem es ein Wiedersehen gibt mit Winnetou & Old Shatterhand, Sissi & Franz und einigen anderen Gestalten aus der »Bullyparade«
Julia von Heinz hat »Ich bin dann mal weg«, die Erinnerungen von Hape Kerkeling an seine Jakobsweg-Wanderung, adaptiert. Mit einem perfekten Devid Striesow – und manchmal zu viel Gefühl
Neuauflage der Geschichte, diesmal aus der Perspektive der ältesten Tochter des singenden Austria-Clans. Die deutsch-österreichische Produktion kommt nicht über das Niveau eines gefühligen TV-Movies hinaus
»Kir Royal« in Berlin. Mit Bully Herbig in den Fußstapfen von Franz Xaver Kroetz. Aus Helmut Dietls Hauptstadtfilm ist ein Komö- dienstadl geworden – im Mittelpunkt: der Berliner Politzirkus
Oliver Hirschbiegels Biopic über Georg Elser und sein missglücktes Hitler-Attentat funktioniert als überfällige Geschichtslektion über einen vergessenen Helden und besseres Gegenstück zu seinem Untergang