Jupiter (2023)

Die junge Schauspielerin Mariella Aumann trägt einen Film, der aus der Perspektive eines Teenagers vom Konflikt zwischen nüchterner Rationalität und sektenhaften Glücksversprechen erzählt.

Das Erwachen der Jägerin (2023)

Eine Abenteuerkindheit in der Wildnis wird zum Kindheitstrauma, ein Widerspruch, den die erwachsene Helena (Daisy Ridley) nur in der gefährlichen Konfrontation mit ihrem Vater (Ben Mendelsohn) auflösen kann. Großartige Schauspieler, sinnliche Marschlandschaften, eine vielstimmige Soundscape machen ein paar dramaturgische Schwächen gegen Ende verzeihlich.

Perfect Days (2023)

Wim Wenders meditative Hommage an das japanische Kino begleitet einen Mann, der Tokios Toiletten reinigt, in den alltäglichen Ritualen seines Lebens und findet die Schönheit in unscheinbaren Dingen.

Robot Dreams (2023)

Dog und Robo sind Freunde; eines Tags werden sie unvorhergesehen getrennt. Ihre Gedanken aneinander sind voller Zuneigung, die Wege, die das Leben für sie bereithält, sind andere. Ein grandioser Animationsfilm, der das ungeheure Potenzial dieser Kunstform nicht nur vor Augen führt, sondern auch ins Herz pflanzt.

The Best Exotic Marigold Hotel (2011)

Sieben Engländer im höheren Alter reisen nach Indien, um dort ihren Lebensabend zu verbringen. Ein Ensemblefilm von John Madden, hochkarätig besetzt, bestens gespielt, schrullig und komisch wie zu erwarten, aber auch voller berührender Momente.

Die Linie (2022)

Die Reihe ihrer filmischen Familienaufstellungen ergänzt Ursula Meier diesmal um das Element weiblicher Gewalt. Nach dem Angriff auf ihre Mutter wird die 35-jährige Margaret mit einem Kontaktverbot belegt. Dennoch drängt sie auf Teilhabe am Familienleben. Stéphanie Blanchoud ist als verzweifelt rauflustige Tochter das Ereignis des Films, der aber vielstimmig zwischen weiteren Konfliktfeldern navigiert.

Abbitte (2007)

Eine junges Mädchen mit schriftstellerischen Ambitionen lädt durch falsche Zeugenaussage Schuld auf sich und will dafür ein Leben lang Abbitte leisten. Im ersten Teil gelungene Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ian McEwan, dessen zweiter Teil leider sehr schwerfällig geraten ist.

Herz aus Eis

Lucile Hadžihalilovićs neuster Film ist gleichermaßen eine »Die Schneekönigin«-Adaption, düsteres Erwachsenenmärchen wie mediale Selbstreflexion. Vor allem aber ist er durch und durch Hadžihalilović.
Gerhard Midding

Das Ende von Hollywood, das gerade viele Beobachter angesichts der möglichen Übernahme von Warner Bros durch Netflix prophezeien, scheint erst einmal abgewendet. Paramount bietet etliche Milliarden mehr. Dabei fiel der Anfang vom Ende eigentlich schon in die Ära, als einige der Majors noch ihren Gründern gehörten. Genauer gesagt in das Jahr 1957.

Kinoketten bieten schon seit geraumer Zeit diverse Flatrates und Rabattsysteme an. Seit rund einem Jahr offerieren nun zwei Initiativen auch bundesweite Abonnements.

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