Hänsel und Gretel: Hexenjäger

Es braucht heute neben Armbrust und Schrotflinte schon auch Kampfkunst, um Hexen in den Ofen zu schieben: Das 3D-Splattermärchen ist ein rasanter Frontalangriff auf die kollektiven Kindheitserinnerungen vieler Generationen. Ohne Liebe zum Sujet inszeniert, bleibt das Gemetzel jedoch seltsam wirkungslos

Quellen des Lebens

Oskar Roehlers großartige Alptraum- und Sehnsuchtshistorie der BRD, erzählt am Beispiel der eigenen Familiengeschichte. Ein Epos als Serie von schmutzigen, kleinen Filmen, persönlich und artifiziell, poetisch und geschmacklos, komisch und todtraurig zugleich, bis in die kleinsten Rollen hochkarätig und treffend besetzt

Celeste & Jesse

Celeste & Jesse trennen sich, wollen aber Freunde bleiben: eine herrlich originelle, gänzlich unvorhersehbare Romantic Comedy über schlechtes Timing, alte Fehler und neue Anfänge

Parker

Parker ist ein absoluter Profi. Nachdem ihn seine Partner bei einem Raubüberfall betrogen und fast getötet haben, sinnt er auf Rache. So lässt sich praktisch jeder von Donald E. Westlakes »Parker«-Romanen beschreiben. Trotzdem entwickelt Taylor Hackfords im besten Sinne klassische Verfilmung eine ganz eigene Note. Zugleich fängt sie den anarchischen Geist perfekt ein

Les Misérables

Unter der Regie von "The King’s Speech" Regisseur Tom Hooper ist die Filmversion des berühmten Musicals nach Victor Hugos gleichnamigem Roman allem visuellem Bombast zum Trotz vor allem überlang und blutleer geraten

Invasion

Die Geschichte einer klammheimlichen Eskalation: Mehr und mehr »Verwandte« nisten sich in der abgelegenen Villa eines Witwers (Burghart Klaußner) ein und übernehmen allmählich die Macht im Haus. Raffiniertes Psychodrama

The Crime

Die englische Kultserie »Die Füchse« war in den 70er Jahren eine der ersten, die rasant kompromisslose Ermittler einer Sondereinheit der Polizei vorstellten, die nur ihren eigenen Gesetzen zu gehorchen schienen. Nun hat Nick Love mit »The Crime« einen Kinofilm daraus gemacht, der zwar deutlich im Hier und Jetzt angesiedelt ist, doch von der Figurendynamik des Originals profitiert

The Master

Ein seelisch labiler Exsoldat findet bei einem Sektenführer ein neues Zuhause: Meisterhaft inszeniert und atemberaubend gespielt, lässt einen Paul Thomas Andersons neuer Film »The Master« auf emotionaler Ebene eher kalt

Die Männer der Emden

Nachdem ihr Schiff im Indischen Ozean versenkt wurde, treten 50 deutsche Marinesoldaten die abenteuerliche, 13 000 Kilometer lange Heimreise an. Altbacken inszenierter Zusammenschnitt eines TV-Zweiteilers

Warm Bodies

Vor einer postapokalyptischen Kulisse entwirft Jonathan Levine (»50/50«) in »Warm Bodies« eine morbide Liebesgeschichte, die die Grenze zwischen Leben und Tod auf sehr eigenwillige Weise durchlässig werden lässt. Unterlegt wird das Ganze mit einem liebenswert-sarkastischen Offkommentar des untoten Ich-Erzählers und einem metaphorischen Resonanzraum, in dem über das Unvermögen, die eigenen Emotionen zu artikulieren, nachgedacht wird

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