Gegenwart

Thomas Heises neuer Dokumentarfilm handelt von einer Feuerbestattungsfabrik. Eine Krematoriumserkundung, die für die Banalität von Effizienz ebenso sensibilisiert wie die merkwürdigen Verbindungen zur Geschichte

Free the Mind

Hirnforschungen, Meditation, Dalai Lama, die Probleme von Kriegsveteranen und an ADHS leidenden Kindern: Phie Ambos dänischer Dokumentarfilm, der selbst eine Meditation sein will, verliert sich hoffnungslos in der Überfülle und Komplexität seiner Themen

Ein freudiges Ereignis

Wirbelige französische Komödie über die Schrecken der Elternschaft, welche die Liebe eines Paares stranguliert. Regisseur Rémi Bezançon erzählt von romantischen Illusionen und der Ernüchterung durch familiären Zuwachs

Die Croods

Das Steinzeitspektakel aus der Animationsschmiede der Dreamworks-Studios setzt weniger auf eine stringente Story als auf eine episodenhafte Erzählstruktur, die mit regelmäßigen Actioneinlagen dem vermeintlich defizitären Aufnahmevermögen des jungen Publikums entgegenkommt

Bestiaire

Im Safari Parc von Quebec beobachtet Filmemacher Dennis Coté Tiere. Komponiert aus starren Einstellungen strahlt der Film, der auf Musik verzichtet und dessen wenige Dialoge ohne Bedeutung sind, eine meditative Ruhe aus, die den Zuschauer zum Nachdenken über sein Verhältnis zur Tierwelt einlädt und für Interpretationen jeglicher Art offen ist

Beautiful Creatures – Eine unsterbliche Liebe

Unter der Regie von Richard LaGravenese wird die Verfilmung des ersten Bandes von Kami Garcia und Margaret Stohls »The Caster Chronicles« zu einer schillernden Ausstattungsorgie, in der reife Stars wie Emma Thompson, Jeremy Irons und Viola Davis die überstrahlen

3096 Tage

Die Schilderung des Martyriums von Natascha Kampusch ist ebenso differenziert wie distanziert. »Die Schilderung des Martyriums von Natascha Kampusch ist ebenso differenziert wie distanziert. »3096 Tage« leuchtet unerschrocken die Grauzonen des Abhängigkeitsverhältnisses aus, verharrt mit seiner Beobachterposition aber stets an der Oberfläche. Auch verliert die Darstellung durch die Synchronisation der Darsteller an Intensität« leuchtet unerschrocken die Grauzonen des Abhängigkeitsverhältnisses aus, verharrt mit seiner Beobachterposition aber stets an der Oberfläche. Auch verliert die Darstellung durch die Synchronisation der Darsteller an Intensität

Nachtzug nach Lissabon

Regisseur Bille August gelingt ein imposantes Stück europäisches Kino. Seine Verfilmung von Pascal Merciers Weltbestseller glänzt zwischen psychologischer Charakterstudie und politischem Thriller und überzeugt mit erstklassiger Besetzung.

Heute bin ich blond

Marc Rothemund behandelt zwar ein Thema, dessen man überdrüssig geworden ist, aber ihm gelingt eine ergreifende Geschichte: Bewegend, wie der Umgang mit der Krankheit Krebs in eine Liebeserklärung ans Leben gewendet werden kann

Hai-Alarm am Müggelsee

Sinnfreie Spielereien mit Versatzstücken der Wirklichkeit und großem Humorfaktor: Wer wissen will, warum Haie kein Bier mögen und was es braucht, um dem Städtemarketing Sexappeal zu verleihen, der ist bei »Hai-Alarm am Müggelsee« goldrichtig

Seiten

epd Film RSS abonnieren