Oben ist es still

Die niederländische Filmemacherin Nanouk Leopold erzählt mit gekonnter Zurückhaltung eine späte Coming-of-Age-Geschichte: der Bauernsohn Helmer (Jeroen Willems) emanzipiert sich von seinem sterbenden Vater

The Deep

Baltasar Kormákur erzählt seine Seemannsstory mit größtmöglichem Realismus. Kein digitales Wellengebirge, sondern die spürbar unerbittliche Weite und Kälte der nächtlichen See sorgt hier für den Respekt vor dieser authentischen Überlebensgeschichte

Die Lebenden

Die Österreicherin Barbara Albert meldet sich nach einer Regiepause zurück mit einem autobiografisch inspirierten Stoff, der in die NS-Vergangenheit führt. Genau und formbewusst inszeniert, aber mit deutlich konzilianteren Tönen

World War Z

Marc Forsters Endzeitspektakel »World War Z« überzeugt durch seine Action-Sequenzen, zur Kulturgeschichte des Zombies liefert es jedoch keine neuen Erkenntnisse

Max Beckmann - Departure

Im Dialog zwischen schriftlichen Selbstzeugnissen und dem malerischen Werk setzt sich zwischen Politischem und Privatem das Lebenspuzzle eines großen deutschen Malers zusammen

The Purge – Die Säuberung

James DeMonacos Horrorfilm »The Purge« über den gesellschaftlichen Sinn eines zeitlich limitierten Gewaltexzesses in den USA 2022 scheint Ansätze zu haben, kommt über die aber nicht hinaus

Snitch – Ein riskanter Deal

Um seinem Sohn eine zehnjährige Haftstrafe zu ersparen, lässt sich ein Transportunternehmer in eine Drogengang einschleusen. Regisseur Ric Roman Waugh nutzt die Action-Story mit Dwayne Johnson für einen bitterbösen Kommentar auf die Auswüchse des amerikanischen »War on Drugs«

Die Jungfrau, die Kopten und ich

Das Phänomen der Marienerscheinung führt den in Frankreich lebenden Filmemacher zurück nach Ägypten, wo er die Widersprüche im religiösen Leben seiner Landsleute aus erster Hand erfährt. Eine mitunter beißend komische Fake-Doku

Gambit – Der Masterplan

Alles da: Kunstszene und Fälschung, ein rachsüchtiger Kurator und ein cleverer Vergeltungsplan – trotzdem kommt »Gambit« nicht in die Gänge. Das mag daran liegen, dass Cameron Diaz und Colin Firth auf der Leinwand wie Feuer und Wasser daherkommen

Berberian Sound Studio

Im Jahr 1976 wird ein britischer Toningenieur in Italien für die Arbeit an einem »Giallo« verpflichtet. Diese erweist sich mehr und mehr als ein Alptraum, der kafkaeske Züge annimmt und den ahnungslosen Briten in die Abgründe der Leinwand hineinzieht: »Berberian Sound Studio«

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