Madame Marguerite oder die Kunst der schiefen Töne

Die Geschichte der leidenschaftlichen, aber talentlosen Sopranistin wird zu einer interessanten Studie über fehlgeleitete Selbstwahrnehmung und die fragile Lebenskraft, die aus der Verleugnung eigener Unfähigkeiten entstehen kann

Macbeth

Die Shakespeare-Adaption des Australiers Justin Kurzel schwankt unentschlossen zwischen psychologischen Interpretationen und archaischen Bildern, zwischen zeitlosem Drama und aktuellen Anspielungen

Love

Gaspar Noés rückwärts erzähltes Liebesdrama befremdet durch seine Länge und egozentrische Ungeschicklichkeit. Doch gerade die als Porno geschmähten expliziten Sexszenen sind von verstörender Schönheit und Melancholie

Der letzte Wolf

Auf der Grundlage eines in China immens erfolgreichen Romans über das Aufeinandertreffen von Wolf und Mensch inszeniert Jean-Jacques Annaud ein Epos, das auf spektakuläre Actionsequenzen setzt

Irrational Man

Woody Allen beherrscht zwar den Spagat zwischen Thriller-Plot und seinem typischen Intellektuellenhumor, doch hier stimmt die Chemie zwischen Joaquin Phoenix und Emma Stone nicht recht

Im Sommer wohnt er unten

Im Familienferienhaus treffen zwei ungleiche Brüder und ihre Frauen aufeinander. Das Spielfilmdebüt, das an französische Sommerkomödien erinnert, kommt recht leichtfüßig daher, obwohl Handlung und Charaktere selten über das Vorhersehbare hinaus entwickelt sind
Gerhard Midding

Wenn Sie die Wahl hätten, in einen Film mit dem Titel »Die Piratenbraut« zu gehen oder einen, der »Moneten für's Kätzchen« heißt, wie würden Sie sich entscheiden? Vorsicht, Ihre Wahl würde bestimmt viel über Sie verraten! Ich persönlich habe ein Faible für die erste Variante. Sie ist ziemlich kess.

HalloHallo

Marie Bloms vierter Film erzählt vom Neuanfang einer Krankenschwester, die nach zwanzig Ehejahren von ihrem Mann verlassen wurde und verbrämt gelungene komödiantische Episoden aus der Arbeitswelt mit schwer erträglichem Psychokitsch

God of Happiness

Voller ausgefallener Ideen steckt »God of Happiness«, der neue Kinofilm des deutsch-georgischen Regisseurs Dito Tsintsadze, vielleicht sind es ein paar zu viel: Ein afrikanischer Callboy, ein Filmkomparse, der sein Geld als Zuhälter verdient, und seine am Ballettanz gescheiterte Tochter – es braucht eine starke Klammer, um all das zusammenzuhalten

Die Gewählten

In der ideellen Nachfolge von Andreas Dresens Zweiteiler über Herrn Wichmann von der CDU ist der Münchner Dokumentarfilmstudentin Nancy Brandt eine lebendige und runde Dokumentation über die ersten Schaffensjahre fünf junger Nachwuchspolitiker und Nachwuchspolitikerinnen gelungen

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