Steve Golin

Produzent/in von:

Harmony Korines Komödie »Beach Bum« über einen verschrobenen Poeten in Miami Beach hat Charme, wirkt aber zu kalkuliert, um als echte Stoner-Komödie zu funktionieren
Joel Edgertons zweite Regiearbeit »Der verlorene Sohn« erzählt von einem jungen, schwulen Mann im Süden der USA, der sich einer so genannten Reparativtherapie unterzieht. Ein aufwühlendes Thema, ambivalente Figuren und gute Schauspieler in einem leider viel zu glatt und gefühlig erzählten Film
John Callahan avancierte während der Reagan-Ära zu einem ebenso gefragten wie anstößigen Cartoonisten. Gus Van Sant setzt dem Provokateur mit »Don't Worry, weglaufen geht nicht« kein Denkmal, sondern lässt ihn zum Protagonisten eines Bildungsromans um Sucht und Selbstfindung werden. In Hauptdarsteller Joaquin Phoenix hat er einen großartigen Komplizen; Jonah Hill und Jack Black glänzen in Nebenrollen
Idris Elba kommt als CIA-Agent in Paris einer blutigen Verschwörung auf die Spur. »Bastille Day« ist ein in den Actionszenen solide inszenierter, ansonsten aber hölzern gespielter und vollkommen unglaubwürdig konstruierter Actionkrimi auf besserem Fernsehniveau
Packendes Drama über die Recherchen eines Bostoner Reporterteams, das Anfang der 2000er Jahre die systematische Vertuschung sexueller Missbrauchsfälle durch katholische Priester aufdeckte. Der exzellent gespielte Film »Spotlight« besticht durch eine Inszenierung, deren Nüchternheit die Ereignisse umso dramatischer wirken lässt. Nicht zuletzt auch eine große Hommage an den klassischen Zeitungsjournalimus
»The Revenant« ist ein Trapperfilm, ein Schneewestern, ein gewaltig-gewalttätiges Epos über die allmähliche Eroberung Nordamerikas. Ein Kunstfilm über Schuld, Sühne und Erlösung. Von Starregisseur Iñárritu allzu kraftvoll auf ­Authentizität getrimmt, von Superstar DiCaprio allzu expressiv gespielt, kippt der Film zu oft ins Prätentiöse
Fünf Freunde finden in einem Loft, das sie sich für ihre außerehelichen Abenteuer teilen, die Leiche einer jungen Frau und geraten in einen Strudel aus Verdächtigungen und Lügen. Erik Van Looys amerikanisches Remake seines eigenen Thrillers ist klassisches Hochglanzkino, aber mit einem deutlichen Hang zum Abgründigen
WikiLeaks nun im Spielfilmformat. Bill Condon setzt in »Inside WikiLeaks« auf eine angestrengt coole Optik und versucht durch hektische Schnittfolgen visuell eine Dynamik zu erzeugen, die sich auf der Erzählebene nicht herstellen will
Im Angesicht der Apokalypse findet Regiedebütantin Lorene Scafaria in »Auf der Suche nach einem Freund für das Ende der Welt« erhellende und bewegende Antworten auf die Frage, worauf es im Leben ankommt
Ein einfühlsames Drama mit bizarrem Einschlag. Jodie Foster porträtiert einen schwer depressiven Mann, der durch die resolute Intervention einer Biber-Handpuppe zurück ins Leben findet und fortan nicht mehr von ihr zu trennen ist – was zu gravierenden neuen Problemen führt. Einzelne Handlungsstränge fransen aus, die Balance zwischen Tragik und schrägem Humor gelingt nur teilweise. Doch Mel Gibsons zugleich eindringliche und hochkomische Leistung macht den Film sehenswert

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Tipp
Megan ist 28 Jahre alt, hat längst ihren Uni-Abschluss in der Tasche, aber noch immer keine Ahnung, was sie wirklich mit ihrem Leben anfangen soll – und auch keinerlei Motivation, dies zu ändern