Silvia Hallensleben
Filmkritiken von Silvia Hallensleben
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Ein Roadmovie als wehmütige Zeitreise, die ihre Bedeutung aus den Perspektiv-Verschiebungen zwischen der Drehzeit von 2001 und der Katastrophe der letzten Jahre bekommt.
Ein persönlicher, breit aufgestellter, bissiger und denkanregender Film zum Kino von Frauen, dem es bei aller aktuellen Dringlichkeit nur etwas an Geschichtsbewusstsein mangelt.
Lebendiges dokumentarisches Porträt einer streitbaren Comedian und Aktivistin, das fragmentarische Einblicke in aktuelle Befindlichkeiten der israelischen Linken bietet.
Familienforschung mit überfamiliärer Bedeutung: Darío Aguirres Dokumentarfilm ist neben einem bitteren Rassismus-und-Misogynie-Dokument auch eine persönliche Aufarbeitung von Hunderten Jahren Ausbeutung durch Hausarbeit und sexuellen Missbrauch.
Langzeitbeobachtung in einer Mädchenwohngruppe der Jugendhilfe: »Systemsprenger« im Dokumentarfilm – nur mit hoffnungsnäherem Ausgang.
Fiktionalisierung eines ergreifenden historischen Frauenschicksals, das fast exemplarisch zeigt, wie bedeutsamer Stoff vermeintlichen Publikumserwartungen geopfert wird.
Ein dokumentarisches Firmenporträt als anregendes Plädoyer für einen offenen und selbstbestimmten Umgang mit dem Lebensende.
Eva Neymanns impressionistisch montierter dokumentarischer Blick auf ihre »gefühlte Heimatstadt« Odessa schafft mit Präzision und Lyrik eine beeindruckende Liebeserklärung zwischen Schrecken und prekärer Schönheit.
In ihrem ersten langen Dokumentarfilm verarbeitet Olga Kosanović ihre Erfahrungen mit dem Einbürgerungsverfahren in Österreich zu einem auch für Nicht-Ösis lehrreichen, bitter-humorigen und höchst unterhaltsamen Film.
Ein kluger, herzenswarmer und -wärmender Film, der mit scheinbar leichter Hand von schweren Dingen erzählt.
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Meister der dokumentarischen Begegnung: Thomas Plenert, Kameramann, 1.2.1951 – 15.7.2023.
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Der Collagefilm, ausschließlich montiert aus Archivmaterial, ist eine Spezialität von Sergey Loznitsa – und hat eine ganz eigene Tradition.
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Die Duisburger Filmwoche, die zweite Ausgabe unter Alexander Scholz, ging mit einer rundum ausgetauschten Auswahlkommission ins Rennen.
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Für »Il Buco – Ein Höhlengleichnis« hat der italienische Regisseur Michelangelo Frammartino eine historische Forschungsexpedition nachvollzogen. Ein ungewöhnlicher Film, der zur Reflexion über das Reenactment einlädt.
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Das Symposium des Filmbüros NW »Hybride SpielRäume im Film« lotete den Grenzbereich zwischen Dokumentation und Fiktion aus.
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Cornelia Klauß, geboren 1962 in Dresden, lebt in Berlin, war von 1990 bis 2005 Programmdirektorin des Filmkunsthauses Babylon und von 2010 bis 2016 medienpolitische Sprecherin des Bundesverbands kommunale Filmarbeit. Seit 2017 ist sie Sekretär der Film- und Medienkunst an der Akademie der Künste.
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