Silvia Hallensleben
Filmkritiken von Silvia Hallensleben
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Empathische Langzeitbegleitung dreier Mädchen, die als Rapperinnen in einem sozialpädagogischen Zentrum in Berlin mentale und praktische Unterstützung finden.
Zum 50. Jahrestag des großen Frauenstreiks in Island kommt in US-isländischer Kooperation eine sympathetische historische Feierstunde, die aber in entscheidenden Punkten stark unterbelichtet ist.
Ein Dokumentarfilm über vier deutsche Paare in der Familiengründungsphase, der den (erarbeiteten) Wiedergewinn von Glück auch nach Schicksalsschlägen ebenso zeigt wie lesbische Liebe nach heteronormativen Mustern.
Thomas Riedelsheimer beschäftigt sich nach Zeit und Raum nun mit dem Licht, bleibt dabei trotz beeindruckender Arbeit an der selbst geführten Kamera konzeptuell aber in vielen ausufernden Verbalien zwischen Kunstprojekten und Wissenschaft stecken.
Ein in viele Richtungen aufschlussreiches zeiten-überbrückendes dokumentarisches Projekt zu der bis heute nicht eingelösten Forderung einer allgemeinen visuelle Bildung.
Eine mehrjährig angelegte impressionistische Dokumentarstudie über geflüchtete Mädchen in Brandenburg, der eine Fortsetzung gut anstünde.
Der neue Film des vielfach ausgezeichnete Videokünstlers Omer Fast bietet verspieltes und intelligentes Erzählkino, lässt aber (vermutlich intendiert) einige Fragezeichen zurück.
Ein empathisches Doppelporträt zweier Jungschauspielerinnen, das klug Genregrenzen umspielt und viel über die gesellschaftliche Bedeutung eines lebendigen Kulturlebens gerade in der Provinz erzählt.
Paul Raatz' Dokumentarfilm aus der Provinz Vorpommerns zeigt mit Geduld und Genauigkeit die Bedeutung von kollektivem Engagement für gelingendes Gemeindeleben.
Ein starkes Plädoyer für einen überfälligen Umbruch der Geschlechterrollen im Theater, der auch Präsenz und Erfahrungen älterer Frauen einbezieht.
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Weitere Inhalte zu Silvia Hallensleben
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Meldung
Auch die »Visions du Réel«, eines der wichtigsten Dokumentarfilmfestivals der Welt, fanden dieses Jahr online statt
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Das Corona-Virus hat den internationalen Festivalbetrieb lahmgelegt. Lahmgelegt? Nicht ganz. Viele Filmfeste, von Oberhausen bis Nyon, sind kurzfristig ins Internet umgezogen. Da fehlt zwar die Atmo. Aber es könnten sich zukunftsfähige Kommunikationsformen entwickeln
Blogeintrag
Von den preisgekrönten Filmen habe ich keinen einzigen gesehen, von mir favorisierte haben keine Preise gewonnen. Deswegen wollte ich wenigstens heute nachmittag noch »Irradiés« über das Nach-Diktatur-Kambodscha von Rithy Panh im Berliner Festspielhaus angesehen.
Blogeintrag
Doch nicht aus Not sehe ich gleich zum zweiten Mal »Was bleibt« im Delphi. Sondern einmal, weil ich diese Berlinale bisher in keinem einzigen Film in diesem Kino war, welches für mich das Forum symbolisiert: Reine Nostalgie – und Erinnerung an selige Zeiten als bloße Filmenthusiastin ohne Verpflichtungen.
Blogeintrag
Langsam löst sich schon wieder alles auf, viele Abreisen, auf der Straße vor dem CinemaxX übernehmen abhängende Schulklasssen das Feld der Kinogänger und Filmjournalisten.
Blogeintrag
Gestern war die mittlerweile schon traditionelle Veranstaltung des Frauenfilmfestivals Dortmund/Köln, diesmal unter dem Motto »The Other Story: Feminist Scripts in Cinema Now« (in einem angenehm tageslichtigem Saal der österreichischen Botschaft).
Blogeintrag
Der Film »Todos os mortos« (Regie: Caetano Gotardo, Marco Dutra) aus Brasilien, ein interessanter wenn auch ein bisschen bieder geratener Versuch, die Widersprüche der Zeit kurz nach dem Ende von Sklaverei und Monarchie an der familiären Situation zweier Familien zu erzählen, die von unterschiedlichen Seiten in das System involviert waren: Den Besitzern einer Kaffeeplantage, die trotz verbalem Beschwören des Fortschritts ihre Verstörungen über die neue Zeit nicht verbergen können. Und ihren ehemaligen Sklaven, die sich jetzt auf dem freien Markt ihren Broterwerb suchen müssen.
Blogeintrag
Clarissa Thiemes »Was bleibt Re-visited« nutzt performative lokale Eingriffe, um mit Menschen in Bosnien-Herzegowina über Gegenwart und Vergangenheit zu sprechen. Jonathan Perels »Responsabilidad empresarial« zeigt Fabriken und Werften, die in den Jahren des Militärregimes 1976-83 mit dem Regime gegen Gewerkschafter*innen und Arbeiter*innen kollaborierten und davon profitierten.
Blogeintrag
Alles neu mit der Berlinale. Und auch wieder alles beim Alten. Jedenfalls bei mir. Oder noch ein bisschen extremer.
Meldung
Nach der Pensionierung von Werner Ruzicka fand die dem Dokumentarfilm gewidmete Duisburger Filmwoche in ihrer 43. Ausgabe erstmals mit einer Doppelspitze statt: Gudrun Sommer und Christian Koch



