Rapid Eye Movies

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Nach einer wahren Geschichte erzählt der Film von einem japanischen Soldaten, der bis 1974 auf einer philippinischen Insel im Kriegszustand verharrt, weil er nicht glauben mag, dass der Zweite Weltkrieg längst zu Ende ist. Was als verhalten erzählte Studie in Verblendung beginnt, gerät an seine Grenzen, wenn beim zweimaligen Akt des Tötens von Zivilisten die Distanz in Gleichgültigkeit umschlägt.
So bewegend, so zärtlich und zugleich so unsentimental wie Gaspar Noé hat noch kein Filmemacher vom Leben und Sterben mit Alzheimer erzählt. Diese letzten Szenen einer Ehe sind das Meisterwerk eines bisher als Enfant terrible bekannten Regisseurs.
Ein Theaterregisseur wird im Nachklang eines persönlichen Schicksalsschlags mit der Inszenierung von Tschechows »Onkel Wanja« beauftragt. Eine so geheimnisvolle wie berührende Adaption von Haruki Murakamis Kurzgeschichte. Von Ryusuke Hamaguchi mit zurückhaltender Eleganz inszeniert
Der taiwanesische Film über das Vergewaltigungstrauma einer Schauspielerin ist ebenso schockierend wie klug. Durch erzählerische Kniffe wird aus dem Einzelschicksal eine vielschichtige Kritik an einer Filmindustrie, die Frauen Gewalt antut
Im Dialog mit dem philippinischen Bilderstürmer Khavn de la Cruz erfindet Alexander Kluge sich auf seine unverwechselbare Art neu
Richard Billingham macht aus der Not eine Tugend, indem er die erbärmlichen Umstände, die sein und seines Bruders Aufwachsen bestimmten, künstlerisch fruchtbar werden lässt. Zunächst in Gestalt seiner mittlerweile berühmt gewordenen Fotografien, nun in Form dieses Debütfilms. Die titelgebenden Protagonisten Ray & Liz sind zwar Billinghams Eltern, sein emotionales Zentrum aber ist die Einsamkeit des vernachlässigten kleinen Bruders Jason
Jedickes Dokumentarfilmdebüt »Shut Up and Play the Piano« über den Musiker Chilly Gonzales ist ein quirliger Bilderreigen. Ein sehenswerter Film, dem man aber anmerkt, dass der Künstler sich nicht wirklich in die Karten blicken lässt
Entfernt erinnert Sabus Film »Happiness« an die europäischen und amerikanischen Western der 60er und 70er Jahre. Er erzählt sogar eine Rachegeschichte. Aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Denn Sabu nutzt Genrekonventionen konsequent für berührende Reflexionen über die Natur des Menschen
Sabus Geschichte eines verirrten Profikillers beginnt glamourös und blutig. Und entwickelt sich zu einem atmosphärischen Autorenfilm »Mr. Long« um die Frage, wie man die Ökonomie der Rackets überwinden kann
In einem kontrastreichen, mehrstimmigen Bewusstseinsstrom aus Musik und Erzählungen porträtiert Romuald Karmakar fünf Techno-DJs und schafft es mit wunderbar kontemplativen Bildern, die Leidenschaft zur Musik filmisch einzufangen: »Denk ich an Deutschland in der Nacht«