Michel Barthélémy

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»Frantz«, François Ozons Neuinterpretation eines weniger bekannten Lubitsch-Melos, ist ein artifizieller Schwarzweißfilm über eine Liebe zwischen zwei Männern, die nicht nur durch den Krieg unmöglich wird
Jacques Audiard beginnt seine Geschichte über eine tamilische Zufallsfamilie mit falschen Pässen, die in einen trostlosen Vorort von Paris zieht, als Flüchtlingsdrama, erzählt sie als Liebesgeschichte weiter und lässt sie in einen Thriller münden. Über weite Strecken meisterhaft geschrieben und inszeniert, vielschichtig und poetisch, entgleist das Werk leider am Ende ins Kolportagehafte
Das fortschreitende Vergnügen einer Geschlechtsumwandlung kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass hier Fantasien am Werke sind, die den Regisseur François Ozon seit dem Beginn seiner Karriere begleiten. Nicht immer kommt dabei mehr als ein originelles Kabinettstück heraus – meisterlich gespielt
Ein Unternehmer bringt sich um. Sein Schwager (Vincent Lindon) kehrt daraufhin nach Frankreich zurück und will Rache üben. Claire Denis greift in ihrem neuesten und zugleich düstersten Film klassische Motive des Film noir auf und verdichtet sie zu einer betörenden Studie über die Lücken, die der Teufel lässt
Jacques Audiards Film ist ein bildstarkes, ungemein erotisches und menschliches Meisterwerk erzählerischer Ambivalenz
Xavier Beauvois weiß, wieviel Zeit er sich nehmen muss. Seine erst fünfte Regiearbeit in 18 Jahren, besetzt mit einem würdig grandiosen Ensemble, erzählt mit achtsamer Empathie vom Martyrium der sieben Trappistenmönche, die im Frühjahr 1996 aus ihrem Kloster im algerischen Atlasgebirge entführt und ermordet wurden