Greig Fraser

Kammeramann/frau von:

Biopic über Dick Cheney, den mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten. Adam McKay (»The Big Short«) macht daraus eine prallvolle Geschichtsstunde mit rasantem Tempo, investigativem Gestus und einer unorthodoxen Mischung aus Drama und Comedy. Christian Bales spektakuläre Verwandlungskunst erinnert an die großen ­Zeiten Robert De Niros
In dem ruhigen, auf Massenszenen und opulente Bauten verzichtenden Bibelfilm »Maria Magdalena« unternimmt Regisseur Garth Davis (»Lion«) die Rehabilitierung der zentralen Frauenfigur des Neuen Testaments
Der fünfjährige Saroo wird durch einen Zufall von seiner Familie getrennt, schließlich adoptiert ihn ein australisches Paar. Erwachsen macht der Inder sich mit Hilfe von Google Earth auf die Suche nach seiner Vergangenheit und seiner Familie. Beruhend auf einer wahren Begebenheit, berührt das Adoptionsdrama »Lion« mehrere emotionale Themenkomplexe unter vollem Einbezug melodramatischer Mechanismen
Gareth Edwards (»Godzilla«) orientiert sich in seinem Star-Wars-Spinoff »Rogue One« an der Mechanik von Kriegsfilmen. Da kommt die Charakterzeichnung mitunter zu kurz – und Laserschwertgefuchtel fehlt ganz
Bennett Millers Rekonstruktion der Geschichte um ein Ringer-Brüderpaar und einen exzentrischen Multimillionär ist atmosphärisch dicht umgesetzt. Dennoch wirkt »Foxcatcher« ein wenig stumpf in seiner düster-dräuenden Schicksalshaftigkeit
Von der existenzialistischen Schwere des New-Hollywood-Klassikers »Spieler ohne Skrupel« löst sich Rupert Wyatts Remake konsequent. Es ist der weitaus amerikanischere Film. Und genau das macht neben Mark Wahlbergs elektrisierendem Porträt eines besessenen Spielers seinen Reiz aus
Kathryn Bigelows wagemutiger, teils großartiger, teils aber auch unbefriedigender Versuch, die Jagd auf Osama bin Laden darzustellen. Dokumentarisches und Mythisches mischend bleibt »Zero Dark Thirty« eine Annäherung an zehn Jahre amerikanischer Geschichte
Vor dem Hintergrund der Finanzkrise von 2008 wirft Andrew Dominik einen Blick in die Niederungen des organisierten Verbrechens. Ein trotz Anleihen beim romantischen Sarkasmusdes New Hollywood eminent zeitgenössischer Gangsterfilm über ein Amerika, das den Wandel beschwört, um bleiben zu können, wie es ist
Das Grimmsche Märchen als Update für die Gegenwart, mit einer tapferen, selbstbewussten Heldin und einem Jäger, der zu ihrem Helfer wird. »Snow White and the Huntsman« birgt inhaltlich keine radikale Umwertung, ist aber visuell ansprechend
Die Freundschaft zwischen einem Jungen und einem mädchenhaften Vampir: »Let Me In« ist das Remake des schwedischen Vampirfims »So finster die Nacht«, das wenig wagt, aber auch nichts falsch macht und seiner großartigen Vorlage großen Respekt zollt