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Mit »Aloys«, seinem Porträt eines Privatdetektivs, der das Beobachten zu seiner einzigen Lebensaufgabe erhoben hat, legt Tobias Nölle ein bemerkenswertes Spielfilmdebüt vor
»Von Trauben und Menschen« ist eine stimmungsvolle, aber visuell eher im faden TV-Look gehaltene Doku über eine Gruppe von Saisonarbeitern auf den Weinfeldern rund um Toulouse
Ein Seefahrerfilm als emotionale Odyssee einer jungen Mechanikerin auf einem Frachter: »Alice und das Meer« birgt eine scheinbar simple Dreiecksgeschichte, die zugleich poetisch und genau vom Leben auf See, von Männer- und Frauenrollen, Freiheit und Einsamkeit erzählt
Das Porträt der jüdischen Fotografin Abisag Tüllmann ist eine gelungene Mischung aus Hommage an eine Freundin und filmischem Essay
Die Dreieckskonstellation zwischen einem alternden Privatdetektiv, seiner 15-jährigen Tochter, die von seiner Existenz nichts weiß, und deren Mutter, pendelt leider etwas unentschieden zwischen Drama, Detektivfilm und sarkastischer Bourgeosie-Dekonstruktion. Im Einzelnen freilich ist »Alle Katzen sind grau« charmant und immer wieder auch berührend
Joseph ist in einer jüdisch israelischen Familie in Tel Aviv und Yacine in einer arabisch palästinensischen in den besetzten Westbank-Gebieten aufgewachsen: Als sich herausstellt, dass die beiden als Babys im Krankenhaus vertauscht wurden, beginnt für ihre Familien ein einfühlsamer, vielschichtiger Crashkurs in Toleranz auf vermintem Gelände
Den hochgelobten Vorgängerfilmen von Naomi Kawase kann ihr neuer Film leider nicht das Wasser reichen. Im wahrsten Sinn des Wortes. Die eigentlich spannende Coming-of-Age-Story von Kyoko und Kaito geht unter in einer Fülle von Lebensweisheiten, Ritualen und Naturbeschwörungen
Anna Ditges' Dokumentation beobachtet die Verhandlungen zwischen Stadtverwaltung, engagierten Bürgern und einer Investorengruppe auf einem ehemaligen Industriegelände in Köln – und zeigt, dass die wirklich kleinen Leute dabei schlechte Karten haben
Eine junge Frau sucht nach ihrem Platz im Leben und reist von Berlin in ihre alte Heimat Israel zurück. Mitunter etwas überfrachtetes Filmdebüt, das aber durch seine Leichtigkeit im Umgang mit ernsten Dingen beeindruckt
Der Japaner Hirokazu Koreeda erzählt die Geschichte vom Tausch zweier Neugeborener mit großzügiger Empathie. »Like Father, like Son« ist ein Meisterstück der sozialen und psychologischen Beobachtung



