Eddie Marsan

Als Schauspieler/in:

Anfang der 1980er Jahre in Detroit: Auf dem Höhepunkt der Crack-Epidemie rekrutiert das FBI den Teenager Rick als Informanten. Yann Demange verbindet in »White Boy Rick« Sozialdrama mit Drogenthriller zur düsteren Anklage eines skrupellosen und rassistischen Systems
Biopic über Dick Cheney, den mächtigsten US-Vizepräsidenten aller Zeiten. Adam McKay (»The Big Short«) macht daraus eine prallvolle Geschichtsstunde mit rasantem Tempo, investigativem Gestus und einer unorthodoxen Mischung aus Drama und Comedy. Christian Bales spektakuläre Verwandlungskunst erinnert an die großen ­Zeiten Robert De Niros
Auf die romantische Komödie folgt nun der große Familienfilm. Die Macher des ironischen und doch auch gefühlsduseligen »Deadpool«-Franchises schrecken vor keiner filmischen Aneignung zurück. Doch diesmal überdehnen sie sich hoffnungslos bei dem Spagat zwischen Zynismus und Sentimentalität
José Padilha schildert in »7 Tage in Entebbe« die Entführung eines Air-France-Flugs und die spektakuläre Befreiung der zumeist jüdischen Geiseln durch eine israelische Task Force 1976: politisch umsichtig und auf eigene Weise spannend
Liam Neeson spielt Mark Felt, den Schlüssel-Informanten der Watergate-Affäre, als zerrissenen Patrioten. Regisseur Peter Landesmann liefert Innenansichten von Washington, in denen demokratische Ideale weniger zählen als Machterhalt: »The Secret Man«
Ein Serienkiller geht um im viktorianischen London. Stimmungsvoller Psycho-Thriller, der durch seine opulente Ausstattung und treffende Besetzung überzeugt, allerdings an einem schwachen Drehbuch krankt
Getreu der Vorlage, der Graphic Novel »The Coldest City« von Antony Johnston, schickt Regisseur, Drehbuchautor und Stuntman-Koordinator David Leitch die britische Superagentin Lorraine Broughton (Charlize Theron) kurz vor dem Fall der Mauer nach Berlin. Dort haut sie als weiblicher Mix aus James Bond und Arnold Schwarzenegger alles kurz und klein, was ihr in den Weg kommt. Trotz reichlich Potenzials ist »Atomic Blonde« leider nur ein reines, teils brutales Actionspektakel
Eine dänische Regisseurin dreht einen Film über die heroische Epoche des britischen Kinos: Liebevoll erweist die Verfilmung des Romans von Lissa Evans durch Lone Scherfig den Frauen und Männern ihre Reverenz, die während des Blitzkriegs unverbrüchlich an die Macht der Bilder glaubten: »Ihre beste Stunde«
Die in den USA kontrovers diskutierte Geschichte sowie Will Smith in einer der besten Rollen seiner Karriere sind gute Gründe, sich »Erschütternde Wahrheit« von Peter Landesman anzusehen. Dass dessen melodramatisch angehauchte Inszenierung allerdings arg konventionell ausfällt, steht der Wucht seines Enthüllungsdramas etwas im Weg
John May, ein kleiner Londoner Beamter, kümmert sich um die Hinterlassenschaften all derer, die ohne Familie und Freunde sterben. Mit einer beeindruckenden Beharrlichkeit kämpfen er und sein Regisseur Uberto Pasolini in dieser elegischen, doch nie hoffnungslosen Tragikomödie für die Würde aller Menschen

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Tipp
The Good, The Bad, The Irish: Ray Donovan (Liev Schreiber) löst die unangenehmen und oftmals blutigen Probleme seiner Hollywood-Klientel. Die Showtime-Serie bescherte dem Sender 2013 den bis dato besten Sendestart, im ZDF ist die Serie in der undankbaren Freitagnacht gelandet