Alexandre Desplat

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Klingt doch alles gleich ... ­Hollywoods Filmmusik steht in der ­Kritik.

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Zweites Animationsfilmabenteuer der vierbeinigen New Yorker Großstadtneurotiker, das diesmal in der übertriebenen Fürsorge des Terriers Max für das Baby seiner Herrin einen emotionalen Kern hat. Der allerdings wird nie so weit entwickelt wie bei Pixar oder Disney
Aus der Verfilmung von Robert Moores minutiös recherchiertem Bestseller »A Time to Die« über das Unglück des russischen Atom-U-Boots Kursk will Thomas Vinterberg das menschliche Drama destillieren, verliert sich aber in den komplexen Verflechtungen von Militär, Politik und Privatleben
Ein ungewöhnlicher Western, der auf Philosophie, Realismus und Emotion setzt und im Gewand einer nur scheinbar geradlinigen Geschichte notwendige Fragen nach dem Wesen von Helden und der Natur von Männergemeinschaften stellt. Und der dann sogar auch noch mitten ins Herz nicht nur des Genres trifft: »The Sisters Brothers«
Raymond Depardon zeigt zehn richterliche Anhörungen von zwangseingewiesenen Psychiatriepatienten. »12 Tage« ist filmischer Humanismus, der den gesellschaftlich stigmatisierten Kranken ihre Menschlichkeit zurückgibt
In seinem zweiten Animationsfilm erzählt Wes Anderson eine dystopischen Geschichte über ein Japan der Zukunft, in dem Hunde auf eine riesige, schwimmende Müllhalde verbannt werden. In Stop-Motion-Technik inszeniert und mit vielfältigen politischen Bezügen versehen, überzeugt »Isle of Dogs« als Würdigung für die Kraft der Schwachen und als Aufruf gegen Intoleranz
Polanski kehrt in »Nach einer wahren Geschichte« motivisch zu seinen Anfängen zurück. Bedrängnis und Zweifel an der Wirklichkeit durchziehen die Geschichte einer Erfolgsautorin mit Schreibhemmung
Genre-Maestro Guillermo del Toro erzählt die Liebesgeschichte zwischen einer stummen Frau und einem menschenähnlichen Wasserwesen als fantastisches Märchen für Erwachsene – eine Mischung aus Genre-Hommage und moralischem Gleichnis. »Shape of Water« ist hervorragend gespielt und mit souveräner Leichtigkeit inszeniert
George Clooney verfilmt ein Coen-Drehbuch über einen Familienvater, der sich fatal in seinen kriminellen Masterplan verstrickt. Gut gespielt und fotografiert, mangelt es »Suburbicon« an Originalität
Die Adaption des Romans »Die Lebenden reparieren« von Maylis de Kerangal erzählt vielstimmig von den Konsequenzen, die eine Organspende für das Leben der betroffenen Familien hat
Luc Besson kreiert in »Valerian«, dem bisher teuersten europäischen Film, ein wild wucherndes Fantasy-Epos, dessen überwältigende Bilder die holprige Handlung vergessen machen und das durch seine pure Freude am Kintopp für sich einnimmt

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Klingt doch alles gleich ... ­Hollywoods Filmmusik steht in der ­Kritik. Stumpfe ­Ton-Cluster und Sampling-­Soßen ­begleiten den schleichenden ­Niedergang ­einer einst ­vielseitigen ­Kunstform. ­Simon Born über Glanz und Elend des Blockbuster-Scores